Of the twelve novels that Bram Stoker wrote, only Dracula (1897) is really well known. But his last novel The Lair of the White Worm (1911) did get a 1988 movie adaptation from Ken Russell. Also a 2004 BBC radio dramatisation. Link below

Von den zwölf Romanen die Bram Stoker schrieb, ist eigentlich nur Dracula (1897) gut bekannt. Aber sein letzter Roman The Lair of the White Worm (1911) wurde immerhin von Ken Russell verfilmt. Der Biss der Schlangenfrau (1988) hat unter Horrorfans einen gewissen Kultstatus. Nicht zuletzt weil er ziemlich blutrünstig und zudem psychedelisch angehaucht ist. Die Story handelt von einer britischen Sage um einen weißen, schlangenartigen Lindwurm der im Mittelalter getötet wurde, und in modernen Zeiten von dunklen Kräften wieder zum Leben erweckt wird. Der Kern der Story und das beste an der Story ist, dass der Lindwurm hauptsächlich durch eine Frauengestalt repräsentiert wird. Eine intelligente, attraktive Frau die Männer sowohl als Frauen umgarnt um sie dann, als Opfergabe an den Lindwurm, brutal umzubringen. Die Grundidee hat viel Potential. Sie deutet auf Verbindugen zu prähistorischen Religionen. Ein Beispiel dafür wäre die Schlangengöttin der über 3000 Jahre alten minoischen Kultur. Stokers Romanvorlage wirkt, trotz der interessanten Ideen, jedoch etwas diffus und unausgegoren. Vielleicht hatte der Autor, ein Jahr vor seinem Tod, nicht mehr genug Zeit oder Energie, den Stoff richtig zu überarbeiten. Gute Gelegenheit für ein Hörspiel, die Story zu straffen. Das BBC-Hörspiel von 2004 bringt den Stoff mit guten Sprechern und atmosphärischer Musik gut auf den Punkt. Während Ken Russells Film in den 1980er Jahren spielt (siehe Szene mit Amanda Donohoe), verlegt das Hörspiel den Stoff wieder ins 19. Jhr.

Sehen Sie, der mittelalterliche Glaube an den Stein der Weisen, der Metalle angeblich zu Edelmetallen umwandeln konnte, hat Parallelen zur wissenschaftlich anerkannten Theorie vom Metabolismus, dem Stoffwechsel zum Erhalt der Körpersubstanz. Im Zeitalter der investigativen Wissenschaften sollten wir Fakten, auch wenn sie uns noch so unmöglich erscheinen, nicht leichtfertig vom Tisch fegen. Nehmen wir an dass ein monströses prähistorisches Lebewesen an abgeschiedenen Orten, wie unterirdischen Höhlen, irgendwie überlebt und sich fortgepflanzt hat. Nehmen wir weiterhin an, dass dieses Wesen durch den Prozess der Evolution seine physische Größe verringert und seine intellektuelle Fähigkeiten vergrößert hat. Wenn ein Wesen wie der Lindwurm von Lambton – wenn er jemals existierte – eine Form von menschenähnlicher Intelligenz entwickelt hätte, würde er eine enorme Gefahr darstellen.

Ken Russell's horror movie The Lair of the White Worm (1988) isn't perfect - but I quite like it. Not least for the fantastic perfomance of Amanda Donohoe, above, in the title role

Die Geschichte beginnt damit dass Adam Salton, ein erfolgreicher junger Ingenieur der in Australien aufgewachsen ist, seinen Onkel Dr. Daniel ‘Dan’ Salton in England besucht. Er bringt einen Freund namens Frank Davenport mit. Sein Onkel, der ansonsten keine Erben hat, freut sich auf Adams Besuch und hofft, dass er England mag und vielleicht als neues Zuhause wählt. Er erzählt Adam und Frank viel über das kulturelle Erbe von der Grafschaft Derbyshire – Teil des ehemaligen angelsächsischen Königreichs Mercia - wo heute noch viele Monumente aus heidnischen und frühchristlichen Zeiten existieren. Aber Adam merkt dass nicht alles in Ordnung ist: Sein Onkel ist besorgt weil in letzter Zeit in der Gegend mehrere Leute spurlos verschwunden sind. Wobei die verstörte Zeugin Mary berichtet, kurz vor dem Verschwinden ihres Freundes Ned, eine weiße Gestalt im Wald gesehen zu haben. Adam beschließt, zusammen mit seinem Freund Frank, der Sache auf den Grund zu gehen. Als Adam mit seinem Onkel Dan auf einen Festball im Landhaus der alteingesessenen Caswall-Familie eingeladen wird, erweckt die attraktive, verwitwete Lady Arabella March sein Interesse. Sie scheint sich sehr um den Gastgeber Lord Edgar Caswall zu bemühen. Könnte Sie – und ein Brunnen der sich in Höhlen unter ihrem Landsitz befindet – etwas mit den Geschehnissen zu tun haben? Als Adam und Frank zu dem unterirdischen Brunnen (der oben auf dem alten Buchcover zu sehen ist) vordringen, finden sie sieben Kerzen am Brunnenrand. Eine für jede Person die verschwunden ist. Ich wünsche spannende Unterhaltung.

 

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Bram Stoker: ’Der Biss der Schlangenfrau’ als BBC-Hörspiel von 2004 online Das BBC-Hörspiel The Lair of the White Worm. Mit Jimi Mistry (als Adam Salton, der junge Ingenieur aus Australien), Peter Marinker (als Dr Daniel Salton, Adams Onkel), Ben Crowe (als Frank Davenport, Adams Freund), Juliet Aubrey (als die mysteriöse Lady Arabella March), Eleanor Howell (als Lilla Watford, die junge Lady in die Adam sich verliebt), Stephen Critchlow (als Lord Edgar Caswall, der Gastgeber des Balls), Stuart McLoughlin (als Ned Rawlins, der Kuhhirte der zu Beginn des Hörspiels im Wald verschwindet), Lydia Leonard (Mary, Neds Freundin) u. a. Tontechnik: Keith Graham. Sound Design: Matmos. Bearbeitung: Brian Wright. Regie: Rishi Sankar. 2004

Ursprünge des Lindwurm-Mythos? Gemäß wissenschaftlich umstrittenen Theorien existierten im Neolithikum matriarchalisch geprägte Kulte (Mutter Erde, Muttergöttin etc.) die in der Bronzezeit von patriarchalisch geprägten Kulten und Religionen ersetzt wurden. Demgemäß werden in Mythen diese Umwälzungen von männlichen Helden repräsentiert die eine Schlange oder einen Lindwurm besiegen.

Verfilmung Deutscher Trailer für Der Biss der Schlangenfrau (1988) mit Amanda Donohoe & Hugh Grant

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