Sir Walter Scott's 'Ivanhoe' (1819) came out 200 years ago. Above, my 1975 Spanish paperback. Today, it seems a fairly slow moving novel. But it's rated by George R. R. Martin, who sees 'fantasy and historical fiction as sisters under the skin'

Vor 200 Jahren wurde der einflussreichste Roman von Sir Walter Scott veröffentlicht. Ivanhoe (1819) bewirkte damals ein verstärktes Interesse am Mittelalter, das im Laufe des 19. Jahrhunderts auch von Künstlergruppen wie der präraffaelitischen Bruderschaft aufgegriffen wurde und, mit Malern wie Edmund Leighton und Ritter-Gemälden wie The Accolade und God Speed, bis ins frühe 20. Jahrhundert wirkte. In Deutschland erschien der Roman, der zu Zeiten von Richard Löwenherz spielt, schon im Jahr 1820. Das Buch wurde mehrfach verfilmt, wobei Ivanhoe – Der schwarze Ritter (1952) die berühmteste Version ist. Aber ich finde die BBC-Verfilmung Ivanhoe (1997) mit Steven Waddington und Christopher Lee noch besser. Die Story spielt um das Jahr 1194. Wilfred of Ivanhoe hat Richard Löwenherz auf dem Dritten Kreuzzug begleitet und kehrt nach England zurück. Er gerät, in Abwesenheit von Löwenherz, ins Kreuzfeuer des Kampfes um den englischen Thron – den Prinz John an sich reißen will. Ivanhoe ist auf dem Weg zum Hof seines Vaters Cedric von Rotherwood. Der junge Ritter hat sich verkleidet, denn er wurde – wegen seine Treue zu Löwenherz und seiner Liebe zu Lady Rowena, die ein Schützling von Cedric ist – von seinem Vater verstoßen. Am Hof findet ein Turnier statt an dem Ivanhoe unerkannt teilnimmt. Auf meiner Romanausgabe von 1975 wird ein Zweikampf zu Pferd dargestellt. Eine spanische Ausgabe von Bruguera mit dem besten Cover das ich kenne. Mit Kinoposter-Qualität. Im Hintergrund sind Rebekka und ihr Vater Isaak, ebenfalls wichtige Romanfiguren. Ivanhoe siegt beim Turnier, wenn auch schwer verletzt. Da es ihm als Sieger zusteht, die Königin des Turniers zu ernennen, wählt er die schöne Sächsin Rowena.

‘Der Sieger des Tages blieb regungslos an derselben Stelle, dann senkte er langsam und voller Grazie die Lanze und legte die Atlaskrone der schönen Rowena vor die Füße. Die normannischen Damen waren verwundert, dass eine Sächsin gekrönt worden war. Aber sie hatten auch schon lange Hälse gemacht, als ihre Edelherren einer nach dem andern besiegt worden waren. Jetzt hörten sie folgende Worte: ‘Lang lebe Lady Rowena, die auserkorene Königin des Liebreizes und der Minne. Lang lebe die sächsische Fürstin und das unsterbliche Geschlecht von König Alfred.’ (Gekürzte Romanpassage)
Der Anfang eines spannenden Abenteuers. Wobei solche Historienromane und ihre Verfilmungen es heute schwer haben, mit Sachen wie Game of Thrones zu konkurrieren. Gleichfalls wirkt folgendes Jugendhörspiel von 1974 nicht so spektakulär wie man es von modernen Hörspielen gewöhnt ist. Aber interessanterweise gehört Ivanhoe (1819) zu den Büchern die George R. R. Martin seinen Lesern empfohlen hat: ‘It has always been my belief that epic fantasy and historical fiction are sisters under the skin… Sir Walter Scott is hard going for many modern readers, I realize, but there’s still great stuff to be found in Ivanhoe and his other novels.’ Da stimme ich dem Autor der Fantasysaga ‘Das Lied von Eis und Feuer’ zu. In diesem Sinn, Spaß beim Hörspiel.
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Sir Walter Scott: Romanklassiker ‘Ivanhoe’ als Hörspiel von 1974 online Das Maritim-Hörspiel von Kurt Vethake. Mit Eberhard Krug (als Ivanhoe), Gaby Gasser (als Lady Rowena), Hans Mahlau (als Cedric von Rotherwood), Rolf Marnitz (als Brian de Bois-Gilbert), Peter Larsen (als Wamba, der Narr), Detlev Eckstein (als Prinz John), Heinz Rabe (als Der Schwarze Ritter), Gerhard Zimram (als Locksley), Hermann Nespech (als Gurth, der Schweinehirt), Klaus Seibert (als Probst), Hans Eberhard (als Réginald Front-de-Boeuf), Peter Schiff (Erzähler). Musik: Arno Bergmann. Aufnahmetechnik: Peter Wagner. Regie: Kurt Vethake. Produktion von 1974. Hinweis: Das Hörspiel wird auf Youtube irrtümlicherweise als Jahrgang 1969 angegeben.
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Musik die von Ivanhoe inspiriert wurde Walter Scotts Ritterroman Ivanhoe (1819) inspirierte ein wenig bekanntes Lied von Franz Schubert, namens Romanze des Richard Löwenherz (1820), hier gesungen von Dietrich Fischer-Dieskau, begleitet von Gerald Moore am Piano. Der Text beruht auf einer Übersetzung des Liedes ‘The Crusader’s Return’ das in Ivanhoe vorkommt. Dies ist natürlich nicht das einzige Schubert-Lied das von Walter Scott inspiriert wurde. Schuberts Vertonung von Scotts Lied Ellens Gesang ist unter dem Namen Ave Maria (1825) zu einem der berühmtesten und schönsten Lieder aller Zeiten geworden
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