The Scottish lake Loch Katrine and Ellen's Isle are tourist attractions today. The place inspired Walter Scott's poem The Lady of the Lake. Which in turn inspired Franz Schubert (1797 - 1828), whose birthday is today, to write a beautiful song

Wir wollten für den Geburtstag von dem österreichischen Komponisten Franz Schubert (1797-1828) ein schönes Lied aussuchen, und dabei ist man aufgrund der schieren Menge an wundervollen Liedern hin und hergerissen. Aber wir entschieden uns für ein Lied das viele Leuten von der Musik her kennen werden, aber dessen Entstehungsgeschichte vielleicht etwas weniger bekannt ist. Außerdem ist das Lied den meisten Leuten unter einem anderem Namen bekannt als Schuberts ursprünglicher Titel Ellens Gesang III. Dieser Name stammt von einer winzigen schottischen Insel namens Eilean Molach, ein alter keltischer Name der als Ellen’s Isle ins Englische übertragen wurde. Die Insel liegt mitten in dem See Loch Katrine, oder Loch Ceathairne, in dem schottischen Bezirk Sterling. Es gibt von dem See, der sehr beliebt bei Touristen ist, auch schöne Fotos, gleich ein Link dazu, aber das alte Gemälde oben hat den Vorteil dass man einen Blick auf den See, die Insel und auch den dahinter liegenden Berg Ben Venue bekommt, der ebenfalls eine Rolle in der Geschichte von Ellens Gesang spielt. Schubert wurde dazu von dem schottischen Schriftsteller Sir Walter Scott (1771 – 1832) und seinem Gedicht The Lady of  the Lake inspiriert. Das umfangreiche Gedicht wurde 1810 veröffentlicht, spielt aber um etwa 1530. Es ist eine erfundene Geschichte, aber mit historischen Hintergründen. Es geht um den jungen Köng James V, der im 16. Jahrhundert tatsächlich ein König von Schottland war.

Dieser hatte angeblich die Gewohnheit sich inkognito unter die Leute seines Landes zu mischen, und war ein weitgehend ein beliebter König. Aber es kam damals auch zu Fehden zwischen Königen und dem einen oder anderen schottischen Clan, deren Stammesoberhäupte sehr stolze Leute waren die sich nicht gerne Vorschriften von irgendjemandem machen ließen, auch nicht von Königen. Und dann konnte es zu Schlachten kommen, oder auch Verbannungen. Die Lady of the Lake, ist die Tochter Ellen von dem Stammesoberhaupt des Douglas-Clans, und sie trifft eines Tages den jungen König James. Aber Ellen weiß nicht wer er wirklich ist, denn er ist inkognito als Jäger unterwegs. Und James weiß nicht dass Ellen die Tochter eines Clan-Chefs ist den er verbannt hat und der mit seiner Familie auf der kleinen Insel im See lebt. Das ist in etwa die Ausgangslage von Walter Scotts Geschichte, die allerdings noch komplexer dadurch wird dass andere Stammesoberhäupte, wie Roderick Dhu vom Clan Alpine, viel mehr auf eine Konfrontation mit König James brennen als Ellens Vater, der den König als Junge kannte und ihn eigentlich mag. Aber Roderick will Krieg. In Schuberts Lied Ellens Gesang III, hier ein YouTube Link, betet Tochter Ellen vom Douglas-Clan zur Jungfrau Maria um Hilfe in dieser scheinbar auswegslosen Situation. Dieses Lied ist den meisten Leuten als Ave Maria bekannt. Ellen betet in einer Höhle in dem Berg Ben Venue, den es ebenso wie Ellen’s Isle wirklich gibt und der vom See Loch Katrine aus zu sehen ist. Man muss nicht religiös sein um sich zu freuen dass die Geschichte letztendlich ein einigermaßen gutes Ende nimmt und zudem den Österreicher Franz Schubert dazu inspirierte ein atemberaubend schönes Lied zu komponieren.

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Weitere Infos  Obige YouTube-Fassung, mit der Sängerin Janet Baker und dem Pianisten Gerald Moore, ist für uns eine der besten Aufnahmen dieses Lieds und stammt von einem EMI-Album mit 42 Schubert-Liedern

Weitere Verbindung von Schubert zu Walter Scott  200 Jahre ‘Ivanhoe’ (1819): Roman als Hörspiel online

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