Asian cars like Kia have made inroads here, but you still don't have to look far for an Audi on the Costa del Sol. Curiously, a Brit came up with the 'Vorsprung durch Technik' ad campaign. See interview link below. We'd still prefer a Morris Traveller

Wir sind nicht so verrückt auf Sportwagen, denn wenn man Kinder hat, braucht man etwas mit vielen Sitzen und Platz für Fahrräder im Heck, aber der Audi TT Quattro links im Bild, den wir heute morgen kurzerhand für diesen Artikel knipsten, ist allein schon vom Aussehen her ein gutes Model. Design-Note Eins. Und wenn wir das Auto, wider Erwarten jemals fahren sollten, wird unsere Note für die Technik vermutllich auch gut ausfallen. Apropos Technik: Die berühmte Audi Werbekampagne Vorsprung durch Technik wurde vor 30 Jahren von einem Engländer entwickelt. Es gibt dazu ein interessantes Video-Interview beim Guardian, das wir unten auf der Info-Leiste verlinken. Wenn Sie möchten, können Sie vorher kurz unsere Zusammenfassung lesen. Sir John Hegarty, ein Mitgründer der britischen BBH Werbeagentur, sagt dass ein Aspekt den sie als wichtige Thematik bei Audi empfanden  - was im Rückblick völlig offensichtlich erscheint, aber eins von den Dingen ist die erst offensichtlich werden wenn man darauf kommt – war dass es absolut klar sein sollte dass Audi ein deutsches Auto mit deutscher Technik ist. Audi hatte damals noch nicht so einen Bekanntheitsgrad in England wie heute. Hegarty erzählt dass er bei neuen Werbekampagnen zuerst an die Produktionsstätten geht und sich die Fabriken und sogar die Büros ansieht. Dort sah er ein älteres, leicht vergilbtes Poster mit dem Satz Vorsprung durch Technik an einer Wand. Dies war in der Tat eine alter Werbespruch von Audi gewesen, wurde aber nicht mehr benutzt. Als Hegartys Team später zwei Werbespots gedreht hatte – die übrigens im Interview zu sehen sind  - überlegten sie wie man die verschiedenen Themen der Spots unter einem Slogan vereinen könnte. Dabei kam ihm der Spruch vom Fabrikgelände in den Sinn, und er schlug vor: Warum enden wir nicht die beiden englischen Spots mit dem Satz ‘Vorsprung durch Technik, as they say in Germany’.  Also: ‘wie man in Deutschland sagt’.

Hegarty sagt, der Kunde (und wir glauben dass er die Audi-Vertretung in England meint), fand das gut, wollte aber zuerst noch recherchieren ob es ein Risiko wäre. Unser Kommentar: Es ist nachvollziehbar dass die Idee, Engländern etwas mit einem deutschen Werbespruch zu verkaufen, auf Anhieb nicht unbedingt völlig risikolos erscheint. Mittlerweile macht auch Opel etwas ähnliches in Spanien und benutzt einen deutschen Spruch. Aber damals war das neu. Und allein schon der Sinn von dem Wort Vorsprung ist auf Englisch nicht so offensichtlich wie bei dem Wort Technik. Engländer verstehen das Wort Vorsprung meist als advancement, also etwa als: Vorankommen durch Technik. Wobei das genauere englische Äquivalent für das Wort unserer Meinung nach head start ist. Interessanterweise fiel die Recherche (wir vermuten Marktforschung per Umfragen etc.) für den Spruch nicht gut aus – es sei zu deutsch etc. Es kommen ja auch typisch deutsche Namen wie Schmidt und Müller in dem Spot vor. Aber der Mann von Audi, wie wir es verstehen, ein gewisser Brian Bowler, sagte: Quatsch, wir sind eine deutsche Firma und sollten stolz darauf sein – let’s do it! Und im Endeffekt wurde die Werbekampagne ein riesiger und jahrzehntelanger Erfolg. In der Tat, die Firma Audi hat lange versucht, und erst vor kurzem geschafft, den Spruch Vorsprung durch Technik als Markenzeichen schützen zu lassen. Der Werbemann Hegarty lobt bei den Werbespots auch den Sprecher Geoffrey Palmer der es schaffte, dem Werbespot, inklusive dem deutschen Satz, einen subtilen, lakonischen Charme zu verpassen.

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Der Spot hat zudem eine nette kleine Wendung die auf die humorvolle Konkurrenz zwischen Deutschen und Englándern abzielt. Der Spot endet mit den Worten: ‘Die Moral von der Geschichte ist, wenn man vor den Deutschen am Strand ankommen will, sollte man besser einen Audi kaufen‘ Genau richtig!

Avenita Kulturmagazin