George Eliot: 'It seems to me like a living companion while I wander along the bank and listen to its low placid voice...' There's a BBC radio dramatisation of The Mill on the Floss. Link below. This particular Penguin edition has a 34 page introduction by one of our favourite contemporary writers, A. S. Byatt

Der Name des Romanklasikers The Mill on the Floss (1860) bezieht sich auf eine Mühle an einem Fluss namens Floss. Die Schriftstellerin George Eliot, deren echter Name Mary Anne Evans war, verarbeitete in diesem Epos Aspekte von ihrem eigenen Leben und ihrer eigenen Persönlichkeit. Die Geschwister Maggie und Tom Tulliver im Roman haben Züge von George Eliot und ihrem Bruder Isaac, wie wir in dem umfangreichen Vorwort von der Schriftstellerin A. S. Byatt in unserer Romanausgabe, links im Bild, lasen. Soweit wir sehen, ist die 34 Seiten lange Einführung nicht unbedingt in allen Penguin-Ausgaben mit dabei. Byatt weist ebenfalls darauf hin dass George Eliot sehr von deutschen Autoren inspiriert wurde, allen voran Ludwig Feuerbach, aber auch spezifisch von dem Kulturhistoriker Wilhelm Heinrich Riehl (1823-1897) der, unserem Eindruck nach, heute nicht mehr sehr bekannt ist. Von Riehl inspiriert, wollte Eliot ihrer Geschichte um die Müllerfamilie Tulliver etwas Dokumentarisches geben, also das Leben der Leute realistisch beschreiben und nicht als ländliches Idyll idealisieren.

Arbury Mil in Warickshire: Eliot's Inspiration for Dorlcote Mill

Die Geschwister Tom und Maggie erleben im Roman mit, wie ihr Vater, ein gutherziger aber auch impulsiver und streitsüchtiger Mann, von einer ziemlich wohlhabenden Existenz zunehmend in den finanziellen Ruin gerät. Wobei Eliot hier nicht auf einer sentimentalen Schiene fährt, sondern auch zeigt wie die Familie – trotz vieler interner Streitigkeiten – durch Dick und Dünn zusammenhält und dadurch letztendlich um die Runden kommt. Zumindest finanziell. Was die Familie jedoch nicht vor anderen Problemen und Tragödien schützt. Die Geschichte ist komplex und braucht ein Weilchen um, nach heutigem Standard, in die Gänge zu kommen. Lohnt sich aber kennenzulernen. Da Roman und Hörspiel lang sind, letzteres besteht aus fünf einstündigen Teilen, könnte es hilfreich sein, den Stoff zusätzlich als Verfilmung auszuchecken. Eine TV-Verfilmung vom Jahr 1978 ist online. Sie ist altmodisch und langatmig, aber es hilft, mal zu sehen wie so eine Mühle aussieht und einen Überblick von den zahlreichen Personen in dieser Geschichte zu bekommen. Das Hörspiel ist super gemacht, und wer gut Englisch kann und etwas Geduld hat, wird viel Spaß daran haben.

Ads by Google

 

Info  Das BBC-Hörspiel The Mill on the Floss Teil 1 / Teil 2 / und Teil 3 / und Teil 4 / und Teil 5 / Jede Episode ist 1 Woche lang online /  Infos über die Autorin im deutschen Wiki-Artikel  Hörspiel verpasst? Die Sachen werden öfters wiederholt, wir machen im Blog darauf aufmerksam

Avenita Kulturmagazin