Human invisibility is science fiction...and at the same time an ancient story told in legends: Among others, Persus in Greek mythology and Siegfried in the Song of the Nibelungs used invisibility cloaks to their advantage against others

Ein Grundstein des Sci-Fi-Genres, der Roman von 1897 ist als neues englisches Hörspiel online. Mit renommierten Sprechern wie John Hurt (1940-2017). Link folgt am Ende des Posts. Es war die letzte Darbietung des Schauspielers der u. a. aus Filmen wie Alien und Orwells 1984 bekannt ist. Als Bild nahm ich ein Kinoposter von der ersten und als Klassiker geltenden Verfilmung Der Unsichtbare (1933) von dem Frankenstein-Regisseur James Whale. Die Story ist nie aus der Mode gegangen, es gab TV-Serien, Sequels und weitere Kinofilme, vor Kurzem, die erfolgreiche Verfilmung Der Unsichtbare (2020) von Leigh Wannell. Der Stoff inspirierte auch Bands wie Queen und Marillion. Links folgen. Das Progrock-Epos The Invisible Man (2004) von Marillion gehört zu ihren besten Songs. Die Faszination der Idee, unsichtbar sein zu können, reicht bis in die Antike zurück: Perseus in der griechischen Mythologie, und Siegfried im Nibelungenlied trugen unsichtbar machende Tarnkappen zu ihrem Nutzen. Und dem einen oder anderen modernen Menschen wird schon mal der Gedanke gekommen sein, wie gut und nützlich es sein würde, unerkannt bei Taten, Gesprächen, Plänen, Entdeckungen, Erfindungen und Vorbereitungen anderer Menschen anwesend – und dadurch allwissend, fast allmächtig zu werden. Würde man diese Macht zum Guten oder zum Schlechten nutzen? Anderen helfen oder sich selbst bereichern? Romanautor H. G. Wells (1866-1946) war pessimistisch. Seine Titelfigur, ein Mann namens Griffin, wird durch seine Entdeckung der Unsichtbarkeit zum korrupten und hasserfüllten Außenseiter. Absolute Macht – so scheint es – korrumpiert absolut. Und bald darauf wird er der Jäger zum Gejagten.

Der Fremde tauchte Anfang Februar oben auf dem Hügel auf, an einem winterlichen Tag, inmitten von beißendem Wind und dichten Schneegestöber, dem letzten Schneefall jenes Winters. Er kam offenbar zu Fuß von der Bahnstation in Bramblehurst und an seiner dick behandschuhten Hand einen kleinen schwarzen Handkoffer. Er war von Kopf bis Fuß eingemummt, und die Krempe seines Huts verbarg bis auf die schimmernde Nasenspitze jeden Zoll seines Gesichts. Der Schnee blieb auf seinen Schultern liegen und bildete auch auf seinem Gepäckstück einen weißen Kamm. Er taumelte in das Wirtshaus namens Coach and Horses herein, scheinbar mehr tot als lebendig und warf seinen Handkoffer auf den Boden. ‘Ein Feuer’, rief er, ’im Namen der menschlichen Nächstenliebe! Ein Feuer und ein Zimmer!’ (Anfangszeilen des Romans ‘Der Unsichtbare’ von H. G. Wells, 1897)

H. G. Wells: ’Der Unsichtbare’ als englisches Hörspiel von 2017 online Das Hörspiel mit John Hurt (als Titelfigur Griffin), Annette Badland (als Wirtshausbesitzerin Mrs Hall), Blake Ritson (als Dr Kemp, ein alter Bekannter von Griffin), Peter Noble (als Landstreicher Thomas Marvel), Dan Starkey (als Uhrmacher Teddy Henfrey), David Rintoul (als Reverend Bunting/Dr Cuss/Amerikaner), Richard Dixon (als Polizeichef Colonel Adye/Mariner/Shopkeeper), Alex Clatworthy (als Agatha/Millie/Marie), Alexander Forsyth (Sergeant Perkins/ Constable Jaffers/Barman). Musik: Matthew Cochrane & Jamie Robertson. Hörspielbearbeitung: Jonathan Barnes. Regie: Ken Bentley. Produktion: David Richardson. Hinweis: Die vielen einzelnen Episoden werden nach der 1. Episode automatisch weitergespielt. Am Ende folgen einige Interviews mit den Mitwirkenden

 

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Der Unsichtbare in Rockmusik Der Electro-Funk-Song The Invisible Man (1989) von Queen ist interessant, aber ich finde vom Text her hat das von Entfremdung handelnde Progrock-Epos von Marillion mehr Tiefgang, hier ein Auszug von den Lyrics: ‘My body has gone but my eyes remain, hovering, witnessing. Cold as a ghost, watching the streets, sheltering in doorways of Venice, Vienna, Budapest, Krakow, and Amsterdam.I have become the invisible man, the invisible heart beating against you, the invisible pulse silently thumping…’

Der Unsichtbare in Verfilmungen Am sehenswertesten: Der Unsichtbare (1933) von James Whale, hier ein Clip. Und besonders die Neuverfilmung Der Unsichtbare (2020) von Leigh Wannell, siehe Trailer auf Deutsch

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