A long, previously unpublished poem by J. R. R. Tolkien about King Arthur comes out in May 2013. As a child Tolkien read the books by the Scotsman Andrew Lang. and possibly Lang's 'Tales of the Roundtable' (1902) inspired his interest

Interessante Neuigkeiten für Tolkien-Fans: Im Mai 2013 erscheint ein Buch mit einem bisher unveröffentlichten und umfangreichen Gedicht von Tolkien über König Artus. Es heißt The Fall of Arthur und stammt aus den 1930er Jahren. Die Tatsache das es bisher nicht veröffentlicht wurde, bedeutet nicht dass die Existenz des Gedichts völlig ubekannt war. Es existiert ein Brief aus dem Jahr 1934 in dem der britische Akademiker Prof. Raymond Wilson Chambers das Gedicht sehr lobte und Tolkien dazu anhielt, es zu Ende zu schreiben. Tolkien selber erwähnte das Gedicht in einem Brief aus dem Jahr 1955, und in in der Tolkien-Biografie von Humphrey Carpenter wurden sogar ein paar Zeilen des Gedichts zitiert. Angeblich jedenfalls. Wir besitzen Carpenters Buch und  haben es gerade nochmal durchgesehen, können die Zeilen auf Anhieb jedoch nicht finden. Vielleicht kommt es darauf an welche Ausgabe man hat. Das Artus-Gedicht das veröffentlicht wird, besteht aus 1000 Zeilen, also durchaus genug für ein Buch. Wobei sicherlich noch einiges an Kommentaren von Tolkiens Sohn Christopher dazu kommen wird, ähnlich wie bei Die Legende von Sigurd und Gudrún (2009), einem anderen Gedicht von Tolkien das als Buch veröffentlicht wurde, und das ich interessant und lesenswert fand. Christopher Tolkien hat offenbar viel Zeit damit verbracht, das Manuskript von The Fall of Arthur zu entziffern. Es befand sich in der Bodleian Libraryder Universität Oxford, wo J. R. R. Tolkien Professor für Angelsächsisch war. Vor seinem Sohn Christopher Tolkien hatte offenbar noch niemand Zugang zu dem Manuskript. Während ich heute in Humphrey Carpenters Tolkien-Biografie erfolglos nach Ausschnitten von dem Artus-Gedicht suchten, stieß ich jedoch auf ein paar andere Spuren: Einer der Gründe warum Tolkien die Mythen um König Artus und seine Ritter interessant fand, war ihre Sprache. Als er Sir Gawain and the Green Knight in Mittelenglisch las, fand in dem Dialekt viele Ähnlichkeiten zu der Art wie die Vorfahren seiner Mutter in den britischen West Midlands gesprochen hatten. Sprache faszinierte ihn, und schon als junger Bursche durchsuchte Tolkien die Schulbücherei und Bücherläden nach sprachwissenschaftlichen Büchern. Interessanterweise waren viele davon auf Deutsch – und dazu knochentrocken geschrieben. Aber davon ließ der junge Tolkien sich nicht abschrecken. Ein ziemlich starker Einfluss in seiner Kindheit scheinen die Bücher über Märchen und Mythen von dem schottischen Schriftsteller und Märchensammler Andrew Lang (1844 - 1912) gewesen zu sein.

Während ich das las, fiel mir ein dass ich selber eine schöne Neuausgabe von einem Andrew Lang Buch habe: Tales from King Arthur, das ursprünglich als King Arthur. Tales of the Round Table (1902) veröffentlicht wurde. Also ein Buch das Tolkien als Kind sicherlich gelesen hat. Eine Sache die mich an der Artuslegende immer besonders faszinierte, war das Schwert Excalibur. Deshalb wählten ich obiges Bild. In dem Buch von Andrew Lang wird die Episode folgendermaßen erzählt: Artus hatte gerade eine schwere Schlacht gekämpft und war verletzt, so sehr dass Merlin ihn in einen tiefen Schlaf versetzte und zu einem heilkundigen Einsiedler brachte, der Artus in drei Tagen wieder auf die Beine kriegte. Als sie wegritten, beschwerte sich Artus bei Merlin dass er kein Schwert mehr habe, aber Merlin bat ihn um etwas Geduld. Sie kamen zu einem großen See in dessen Mitte Artus einen Arm mit einem Schwert aus dem Wassser emporkommen sah. Kurz darauf sah er eine Frau die auf dem Wasser zu stehen schien. Merlin sagte, dies sei The Lady of the Lake und wenn sie zu ihm käme, solle er sie um das Schwert bitten. Artus erzählte ihr dass er sein Schwert verloren habe und fragte wem das Schwert im See gehöre? Die Frau vom See sagte es wäre ihres, aber Artus könne es haben, wenn er ihr im Gegenzug ein Geschenk verspräche das sie irgendwann in der Zukunft einfordern könnte. Artus willigte ein und die Lady zeigte ihm ein Boot mit dem er sich das Schwert samt seiner Scheide aus dem See holen sollte. Das ist die Szene im obigen Bild.: Artus mit Merlin. Artus nahm Excalibur entgegen. Und als er danach mit Merlin wegritt und das Schwert in seiner Hand bewunderte, fragte Merlin ihn, was ihm besser gefiele, das Schwert oder die Scheide? Ich mag das Schwert, sagte Artus. Worauf Merlin antwortete: Es ist nicht weise dies zu sagen, denn die Scheide ist zehnmal mehr wert als das Schwert: Solange du des Schwertes Scheide an deinem Gürtel trägst, wirst du kein Blut verlieren, egal wie schwer du verwundet bist.

 

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‘König Artus und die Ritter der Tafelrunde’ als WDR- Hörspiel online Aufwendige Hörspielproduktion mit Martin Reinke (als Uther Pendragon), Konstantin Graudus (als König Artus), Gunda Aurich (als Morgan Le Fay), Gottfried John (als Merlin), Davide Brizzi (Merlin als Junge), Jens Wawrzceck (als Mordred), Roman Knizka (Lancelot vom See), Anna Thalbach (als Lady Guniver), Matthias Koberlin (als Sir Gawain), Reinhard Schulat (Erzbischof Dubricius), Peter Nottmeier (als Sir Kay),  Matthias Leja (Schwarze Ritter), Simon Roden (als Breunor ‘La Côté Mal Taillée’), Alexander Hauff (Ritter und Hofnarr Sir Dagonet), Michael Habeck (Erzähler/Sir Bedivere), Rainer Quade, James Reynolds (Musik) u. a. Hier Links für Teil 2 und Teil 3. Produktion von 2006. Hinweis: Das Hörspiel (210 min) ist auch als 3-CD-Set vom Hörverlag erhältlich

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