Check out the BBC radio play, in fact, the first ever adaption of the Robert M. Pirsig classic 'Zen and the Art of Motorcycle Maintenance' (1974). Conjures up ideas for a movie?

Während diesem BBC-Hörspiel, nach dem Roman ‘Zen and the Art of Motorcycle Maintenance‘ (1974) von Robert M. Pirsig, schwirrten mir unwillkürlich Namen wie Jack Kerouac, Ken Kesey und Philip K. Dick durch den Kopf. Weniger aufgrund der Handlung, als dass es wie eine sehr persönliche Sinnsuche von jemandem wirkt der mit sich und der Welt viel gerungen hat. Obwohl der Autor offensichtlich sehr intelligent und belesen ist, herrscht hier nicht der Ton des Besserwissers, sondern der des Suchenden. Es ist wirklich erstaunlich dass etwas das auf Anhieb so komplex und unkommerziell wirkt, im Endeffekt so ein riesiger Verkaufserfolg mit 5 Millionen verkauften Büchern wurde. Klar, es waren die 70er Jahre, und obwohl der Autor, 1928,geboren, gute 15 oder 20 Jahre zu alt war um zur Hippie-Generation zu gehören, nahmen junge Leute sich das Buch damals zu Herzen. Der Schauspieler und Regisseur Robert Redford (geb. 1936), ebenfalls zu alt um ein Hippie zu sein, versuchte sogar die Filmrechte zu bekommen, was ihm jedoch nicht gelang. Einerseits schade, andererseits vielleicht Glück im Unglück, denn wir vermuten, eine Verfilmung, die vielleicht Mitte der 80er Jahre erschienen wäre, hätte es zu dem Zeitpunkt schwer gehabt. Die 80er waren kulturell ziemlich darauf bedacht sich von den 60ern und 70ern abzugrenzen. Aber das hat sich mittlerweile geändert, und diese Zeiten werden weitgehend wieder als cool angesehen.

‘Die Welt, wie man sie vor Augen hat, genau hier und jetzt, ist Realität, ganz gleich, was die Wissenschaftler dazu sagen. So sieht es John. Aber die Welt, wie sie sich in ihren wissenschaftlichen Entdeckungen offenbart, ist ebenfalls Realität, ganz gleich, wie sie nach außen hin erscheint, und die Leute mit Johns Anschauung werden schon ein bisschen mehr tun müssen, als diese andere Welt einfach zu ignorieren, wenn sie bei ihrer Realitätsauffassung bleiben wollen. John wird das spätestens merken, wenn ihm seine Unterbrecherkontakte verschmoren.’ (Romanpassage, Robert M. Pirsig)

Unsere engl. Corgi Ausgabe von 'Zen and the Art of Motorcycle Maintenance. Schönes Design - mit Zen-Schraubschlüssel

Das exzellente, ziemlich experimentelle BBC-Hörspiel hat uns auch eine Vorstellung davon gegeben, wie ein Kinofilm aussehen könnte: Gut! Vordergründig geht es um eine Motorrad-Tour die der Autor im Jahr 1968, damals um die 40 und in einer Midlife Crisis, zusammen mit seinem 12-jährigen Sohn Chris unternahm. Siehe obiges Foto. Das bildet im Roman den Rahmen für die Aufarbeitung der Vergangenheit des Autors, ebenso wie alle möglichen philosophischen Betrachtungen. Ja, Zen-Buddhismus spielt dabei tatsächlich eine Rolle, aber nicht die einzige. So eine Geschichte erfordert neben Dialogen auch die innere Stimme, die Gedanken und Erinnerungen repräsentiert. Das gibt der Geschichte ein gewisses collagenhaftes Gefühl, funktioniert aber gut in dieser BBC-Produktion. Ein starker Aspekt ist hier die speziell für das Hörspiel komponierte Musik von Jon Nichols, die ebenfalls etwas collagenhaftes an sich hat und das Ganze auf faszinierende Weise untermalt. Wenn zukünftig neben passender Musik auch noch interessante Landschaftsaufnahmen dazukommen, könnten wir uns einen starken und erfolgreichen Kinofilm vorstellen. Eine Tour von Minneapolis durch den Mittleren Westen Amerkas nach San Francisco. Bis dahin halten wir uns an diesen Rat: Ein Motorrad zu warten, ist einfach wenn man die richtige Einstellung zum Leben hat. Die richtige Einstellung zum Leben zu haben, das ist das Schwierige.

 

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Robert M. Pirsig: ‘Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten’ als Hörspiel online Das BBC-Hörspiel Zen and the Art of Motorcycle Maintenance. Mit James Purefoy (als Dad / Erzähler / Phaedrus ), Max Cazier (als Sohn Chris), Lucy Newman-Williams (als Sylvia Sutherland), Sean Power (John Sutherland), Caitlin Thorburn (als Gennie), Paris Arrowsmith (Professor), Jon Nicholls (Musik) u. a. Produktion von 2012

Wussten Sie schon? Das Motorrad auf dem Autor Robert M. Pirsig (1928-2017) im Jahr 1968 mit seinem Sohn Chris und Freunden eine zwei Monate lange Reise von Minnesota nach Kalifornien machte, war eine Honda CB77 Super Hawk, siehe obiges Foto. Seine Freunde John und Sylvia fuhren eine BMW R60/2

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