Penguin edition with phoenix from the ashes. There's a 2011 German radio dramatisation of D. H. Lawrence's controversial novel Lady Chatterley's Lover (1928) online. Link below. Are there love scenes in this radio play? Yes, Your Honour!

Was die Liebesszenen in ‘Lady Chatterley’ anbelangt, sage ich ein für alle Mal nur dies: Falls Sie einen einsamen Wildhüter auf ihrem Anwesen haben, würde ich aufpassen! Link für deutsches Hörspiel vom MDR folgt am Ende des Blogposts. Im Foto, meine englische Taschenbuchausgabe von dem kontroversen Roman der 1928 privat in Italien veröffentlicht wurde. Wenn man bedenkt, dass der Penguin-Verlag noch im Jahr 1960 wegen der Veröffentlichung dieses Romans vor Gericht kam, merkt man wie sehr sich die Zeiten geändert haben. Die Liebesszenen sind kaum wilder als solche die heute in einer Vielzahl von Romanen oder Filmen ab 16 vorkommen. Davon begeistert zu sein, ist keineswegs obligatorisch. Aber ‘Lady Chatterley’ wirkt recht harmlos im Vergleich zu den düsteren Konnotationen die Liebesszenen z. B. in Basic Instinct (1998) haben. In der Tat wurde der Verlag im November 1960 vom Vorwurf der obscene publication freigesprochen. Der Roman wurde daraufhin in England erstmals unzensiert veröffentlicht und erzielte in Kürze 3 Mio. Verkäufe. Die mythischen ‘60er Jahre’ hatten begonnen. Und man könnte sagen, dass unsere heutige Zeit, mit allen ihren Vor- und Nachteilen, immer noch sehr von diesen 60ern geprägt ist. Enjoy it while it lasts! Kommen im Hörspiel Liebesszenen vor? Ja, euer Ehren.

 

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D. H. Lawrence: ‘Lady Chatterleys Liebhaber’ als Hörspiel online Das MDR-Hörspiel. Mit Nora von Waldstätten (als Lady Constance ‘Connie’ Chatterley), Jens Harzer (als Sir Clifford Chatterley) Gerd Baltus (als Cliffords Schwiegervater Sir Malcolm Reid), Bernhard Schütz (als Wildhüter Oliver Parkin), Susanne Lothar (als Cliffords Krankenschwester Mrs. Ivy Bolton) Chris Pichler (als Constances Schwester Hilda Reid), Sylvester Groth (als Erzähler), Henrik Albrecht (Musik) u. a. Produktion von 2011

Foto-Info Eine Penguin-Ausgabe von 1970, mit einem 11-seitigen Vorwort in dem der Kultursoziologe Richard Hoggart erläutert, warum der Roman nicht pornografisch ist. Die Ausgaben von 1960 hatten ein sehr ähnliches Cover, mit einem Phönix der aus der eigenen Asche neu entsteht.

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