The wah-wah pedal is technically fairly simple but artistically highly influential. Used by peope like Hendrix, Clapton, Slash, Jerry Cantrell, Zakk Wylde, Kirk Hammett...and many others. Our fave song with wah though is 'Theme from Shaft'. Guitarist Charles Pitts and singer Isaac Hayes are sadly no longer with us but there's some great footage of them on stage. Link below

Im Doku Cry Baby: The Pedal That Rocks The World sind Interviews mit Slash, Zakk Wylde, Dimebag Darrell, Kirk Hammett, Steve Lukather, Van Halen u. v. a. Es geht um ein Effektpedal für Gitarristen das den Klang der Rockmusik seit Ende der 60er Jahre bis heute entscheidend geprägt hat. Link für das englischsprachige Doku am Ende des Blogposts. Wer gerade keine 57 min, Zeit hat, kann hier einen Vorgeschmack bekommen und auch ein paar Musikbeispiele mit Wah-Wah Sound auschecken. Der Klang des Geräts ist schwer zu beschreiben, Vielleicht ein bisschen wie eine menschliche Stimme. Jemand in der Firma Thomas Organ die das Pedal entwickelte,sagte: Hey, das klingt ja wie ein weinendes Baby…und der Name Cry Baby blieb hängen. Einer der ersten Rockmusiker die das Effektpedal benutzten war Jimi Hendrix. In seinem 1968 aufgenommenes Lied Lied Voodoo Child, hier eine spätere Liveversion, ist der Wah-Sound gleich am Anfang deutlich zu hören. Es klingt fast als ob Jimi mit der Gitarre Worte formt. Das Wah-Pedal wird mit dem Fuß betätigt, hat einen Kippmechanismus der je nachdem ob man das Pedal nach vorne oder nach hinten wippt, den Klang heller oder gedämpfter macht. Man würde auf Anhieb meinen dass dies keinen besonders markanten Effekt schaffen würde. Aber es gibt wahrscheinlich keinen anderes Effektgerät, ob Flanger, Phaser oder Verzerrer, das Gitarristen einen so individuellen Klang ermöglicht. Wohl weil es kein rein elektronisches Gerät ist das nach dem Anschalten ein Selbstläufer ist, sondern etwas das je nach der Art wie man es per Fuß bearbeitet, bei hundert Gitarristen hundert verschiedene Klänge hervorbringt. Hören wir im Kontrast zum Jimi Hendrix Wah-Wah-Sound zum Beispiel das Lied Theme from Shaft (1971)  in dem das Wah-Wah nicht für einzelne Noten oder Melodien verwendet wird sondern als Rhythmus-Element dieses hammerhaft guten Liedes. Isaac Hayes und Gitarrist Charles Pitts sind leider beide nicht mehr am Leben. Wir senden hiermit Grüße an die ultracoole Funk-Party im Himmel und schauen sicher irgendwann vorbei.

Das Konzept, eine trancehafte groove zu entwickeln, eher als das jedes Instrument mit Solos auftrumpft, ist ganz gut. Denn das Wah-Pedal kann auch dazu verleiten, jedes ansonsten unspektakuläre Gitarrensolo mit dem markanten Wah-Effekt aufzumöbeln. Das passierte wohl im Laufe der 70er Jahre als irgendwann kaum ein Gitarrist mehr ein Note ohne Wah-Wah spielte. Als Punk kam, wurde das Pedal deshalb als Relikt von Prog- und Rock-Dinosauriern gesehen und verpönt. Anfang der 80er Jahre kamen zudem sog. racks, eine Art Stapel mit einer Vielzahl von digitalen Effekten in Mode und ließen mechanische Pedale eine Zeit lang hoffnungslos altmodisch aussehen. Aber nicht für lange. Typen mit Jeans und langen Haaren schlugen bald darauf zurück. Schon ab Ende der 80er, anfang der 90er Jahre begannen Grunge und Metalbands das Wah wieder ungeniert einzusetzen. Beispiel wären Lieder wie Enter Sandman von Metallica und Man in the Box von Alice in Chains. In beiden Fällen ist das Wah nicht ganz so solomäßig im Vordergrund sondern verschmilzt eher mit dem Riff und dem Klang der anderen Instrumente. Wie gesagt, das Wah ist das Chamäleon unter den Gitarreneffekten, wird heute von der Firma Jim Dunlop gebaut und ist ab ca. 70 Euro online erhältlich. Zum Abschluss, hier die erste Vorführaufnahme von 1967 mit dem Wah-Wah, ein Track von Gitarrist Del Casher für die Firma Thomas Organ, als Werbung für das damals völlig neue Effektgerät. Das Wah-Pedal entstand teils aufgrund eines Zufalls: Der junge Elektrotechniker Brad Plunkett wurde von der Firma gebeten, eine Alternative für den Klickschalter eines Vox-Verstärkers zu entwickeln. Die Firma wollte die durch die Beatles berühmten Vox-Amps in Amerika vermarkten, aber billiger herstellen. Statt eines 4 Dollar teuren Schalters, sollte ein Potentiometer, sprich ein Drehknopf für 30 Cents den selben Job tun. Der Schaltkreis den Plunkett für den  Dreher bastelte ergab einen interessanten Sound den er dann in das Volumenpedal einer Vox-Orgel hineinbaute. Deshalb gab und gibt es neben der berühmten Cry Baby Marke auch wohlbekannte Wah-Pedale mit dem Markennamen Vox, um eine verzweigte Firmengeschichte mit wechselnden Besitzern kurz zu fassen. Mehr darüber im folgenden Doku.

 

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Weitere Infos  Der Dokumentarfilm Cry Baby: The Pedal That Rocks The World (Teil 1)  und Teil 2 und Teil 3.

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