1963 novel by French author Pierre Boulle was filmed many times. The first one ‘Planet of the Apes’ (1968), above, is still one of the best. The amazing Statue of Liberty scene - which is not in the book - came from Twilight Zone creator Rod Serling

Eine Zukunft, in der Affen die Macht übernommen haben und über die Menschen herrschen. Die Verfilmungen sind deutlich bekannter, aber die Romanvorlage ‘Der Planet der Affen’ (1963) von dem französischen Autor Pierre Boulle hat auch viel für sich. Deutsche und englische Hörbücher können online gehört werden, ebenso ein Radio-Feature vom Bayerischen Rundfunk. Link folgt am Ende des Posts. Im Bild ist mein DVD-Set ‘Planet der Affen’ (1968) mit der ikonischen Szene von der Freiheitsstatue auf dem Cover. Um mal ein Beispiel zu geben, wie Film und Roman sich unterscheiden: Eine ähnliche Schlüsselszene – in dem Sinn, dass Leser und Erzähler der Story herausfinden, was passiert ist -  findet im Roman am Flughafen Paris-Orly statt. Die Story vom Planet der Affen wurde Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre zu einem kulturellen Phänomen das, inklusive Spielzeug-Merchandising und zahl-reichen Sequels, nur mit Star Wars vergleichbar ist. Planet der Affen ist einerseits ein starkes Abenteuergarn, das sich andererseits mit einem essentiellen Sci-Fi-Thema beschäftigt, nämlich Evolution. Interessanterweise spielte das Thema Evolution auch eine zentrale Rolle in dem zeitgleich, nur zwei Monate später erschienenen Sci-Fi-Epos ’2001: Odyssee im Weltraum’ (1968) Man denke an die Anfangsszene, in der einer der Affen die Macht ergreift, indem er das Gewaltpotential eines Schenkelknochens realisiert. Von da an ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Nachkommen dieses Affen auf eine Raumschiffexpedition gehen. Die Sci-Fi-Story vom Planet der Affen fügt dem Wort Evolution noch den Buchstaben R hinzu und macht daraus Revolution. Darüber hinaus stellt Pierre Boulle soziale und moralische Fragen: Wie wäre es, wenn Menschen das erleiden müssten was wir Tieren antun? Auf dem Planet der Affen werden Menschen von Affen gejagt, gezüchtet, in Käfigen gehalten und für grausame wissenschaftliche Experimente benutzt.
Es war die ruhmvolle Jagdbeute. Auch hierbei gingen die Affen methodisch vor. Sie legten die blutigen Menschenleichen schnurgerade nebeneinander aufgereiht auf den Rücken. Dann begannen sie, das Wild ansprechend darzubieten, während Damen kurze, bewundernde Rufe ausstießen. Sie legten die Arme ausgestreckt mit geöffneten Händen neben die Körper, die Handflächen nach oben. Sie zogen an den Beinen und bewegten die Gelenke, damit die Körper weniger tot aussahen, begradigten unschön verkrümmte Gliedmaßen oder milderten die Krümmung eines Genicks. Danach glätteten sie sorgfältig die Haare, besonders die der Frauen, wie manche Jäger das Fell oder Gefieder eines Tieres glätten, das sie gerade erlegt haben. (Aus den Roman ‘Der Planet der Affen’ 1963 von Pierre Boulle)
Der empörte Leser merkt bald, dass der Roman über die Affen in Wirklichkeit über uns Menschen ist, und dass es sich um einen Roman mit Tiefgang handelt. Sowohl Film und Roman beginnen mit der Prämisse, dass ein bemanntes Raumschiff mit annähernder Lichtgeschwindigkeit – die bewirkt, dass während der zweijährigen Raumfahrt auf der Erde Jahrhunderte vergehen – auf einen Planeten stößt, der Ähnlichkeit mit der Erde hat.

 

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Radio-Dokumentation online Eine WDR-Sendung von 2018 über die Premiere des Spielfilms ‘Planet der Affen’ im Jahr 1968. Von Detlef Wulke. Redaktion: Michael Rüger. Aus der Reihe ZeitZeichen. 14:55 Min.

DLF-Radiofeature über Sprachfähigkeiten von Schimpansen Deutschlandfunk-Feature von 2021 ’Deep Science: Mit Schimpansen sprechen’. Sendung mit Sophie Stigler und Lennart Pyritz. Länge 44:18 Min.

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Roman als deutsches Hörbuch Die Lesung von ‘Der Planet der Affen’. Sprecher: Detlef Bierstedt ca. 5:54 St.

Gekürzte englische Version Gute BBC-Produktion Planet of the Apes gelesen von Michael Maloney. 68 Min.

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