Beautifully written book. Makes you want to write better blog posts. The BBC radio play 'The Great Gatsby' is good. Check out also A & E docu about F. Scott Fitzgerald. Links below

Gutes Hörspiel nach dem amerikanischen Romanklassiker der zur Zeit mit Leonardo DiCaprio neu verfilmt wurde. Die bisher bekannteste Verfilmung von Der Große Gatsby (1974) mit Robert Redford war ziemlich gut, könnte aber vielleicht verbessert oder etwas up to date gebracht werden. Denn die Thematik von einer Zeit in der Geld, Einfluss und Celebrity-Status die höchsten Ideale sind – oder zumindest von den Medien täglich so suggeriert werden – ist immer noch aktuell. Auch die Tatsache dass sich damals, im Laufe der 1920er Jahre, eine gigantische Wirtschaftskrise entwickelte die den sog Goldenen Zwanzigern ein Ende machte, hat heute Prägnanz. Aber das Interessante an F. Scott Fitzgerald (1896-1940) ist dass er nicht mit einem erhobenen, moralisierenden  Zeigefinger schreibt. Er überlässt es dem Leser, sich über den mysteriösen Multimillionär Jay Gatsby eine Meinung zu bilden. Der Erzähler, Nick Carraway, ein junger Mann aus relativ einfachen Verhältnissen im Mittleren Westen Amerikas, kommt nach Long Island, New York, lernt Gatsby kennen und findet langsam heraus, wer Gatsby wirklich ist und wie er zu dem Reichtum kam. Erzähler Nick Carraway hat ein gewisses Verständnis, sogar Sympathie für Gatsby, denn dieser Mann, Anfang dreißig, dessen Reichtum nach heutigem Maßstab wohl im Bereich von Hunderten von Millionen wäre, hat eigentlich nur das gemacht was in einer get-rich-quick Gesellschaft erfordert ist. Zudem ist Gatsby im Kern ein freundlicher, großzügiger Typ, eigentlich ein Träumer, dem es weniger um das Geld geht, als um die gesellschaftlicheund persönliche Anerkennung. Diese sucht Gatsby, der wie Carraway selber aus einfachen Verhältnissen stammt, besonders bei Daisy Buchanan einer jungen, verheirateten Dame aus reichem Hause.

Er hatte ein Lächeln von jener seltenen Art, wie man es nur vier oder fünfmal im Leben antrifft. Ein Lächeln das einem mit unwiderstehlicher Offenheit zugewandt war. Ein Lächeln das an einen glaubte, wie man selbst gerne an sich glauben würde. Es gab einem das Gefühl, dass man genau den Eindruck gemacht hatte den man machen wollte. Genau an diesem Punkt verschwandt das Lächeln – und ich sah wieder einen eleganten jungen Mann von etwas über dreißig vor mir, der sich auf fast übertriebene Weise formell ausdrückte. Schon ehe er sich mir vorgestellt hatte, war mir aufgefallen, wie sorgfältig er seine Worte wählte (Gekürzte Romanpassage, Der große Gatsby)

Found a nice old Penguin edition with Robert Redford & Mia Farrow from 1974 on the cover. The DVD is of the recent adaptation with Leonardo Di Caprio & Carey Mulligan

So weit der erste Eindruck des Erzählers Nick Carraway. Werden Geld und Ruhm dem Großen Gatsby Glück bringen, oder frisst das System seine eigenen Kinder? Aber so simplistisch formuliert Fitzgerald nicht. Dies ist, im Gegenteil, ein sehr poetisch geschriebenes Buch. Fitzgerald war selber ein Träumer der aus der Beobachtung von Oberflächlichkeit etwas erschaffte das Tiefgang hat. Er lebte Anfang der 20er Jahre selber auf Long Island, in Great Neck, das im Roman West Egg genannt wird. Damals war er mit nur Mitte zwanzig ein sehr erfolgreicher Autor. Er mietete sich einen Rolls Royce und ging zu Partys der Reichen und Berühmten. Aber im Alter von vierzig war er selber ein Opfer der schnelllebigen Zeiten geworden. Seine Bücher, inklusive Der Große Gatsby (1925) wurden nicht mehr neugedruckt, sie wurden als period pieces gesehen: Kinder iher Zeit, ohne Relevanz in den 30er und 40er Jahren. Fitzgeralds Bücher wurden erst im Laufe der 50er und 60er Jahre wiederentdeckt und erreichten Klassiker-Status, werden bis heute jährlich ca. 300.000 mal pro Jahr verkauft. Das erlebte Fitzgerald, der mit 44 Jahren starb, nicht mehr mit. Aber Gatsby lebt weiter, vielleicht findet man ihn heute unter Dot.Com Millionären, wenn man die schnellen Geschäfte im Internet mit Gatsbys ‘Bootlegging’ zur Zeiten der Prohibition vergleichen will. Hier das Lied Ain’t We Got Fun?, ein Foxtrot aus den Goldenen Zwanzigern. Das Lied erschien im Film Der Große Gatsby mit Robert Redford. Textprobe: ‘Die Reichen werden reich, und die Armen kriegen Kinder…aber in der Zwischenzeit werden wir Spaß haben, nicht wahr?’. Die Leute hatten damals ein paar gute Lieder, das muss man ihnen lassen.

 

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Der Große Gatsby als Hörspiel online Das BBC-Hörspiel Teil 1 The Great Gatsby. Mit Andrew Scott (als Gatsby), Bryan Dick (als Nick), Pippa Bennett-Warner (als Daisy), Andrew Buchan (Tom), Melody Grove (Jordan), Karl Johnson (Wolfsheim), Sam Dale (Klipspringer / Michaelis), Gerard McDermott (Wilson / Gatz), Susie Riddell (Myrtle), Amaka Okafor (Alice), Tracy Wiles (Catherine), Patrick Brennan (Chester), Christine Absolom (Lucille) u. a. Produktion: 2012. Hier Link für Teil 2 (jeweils 1 Stunde). Produktion von 2012

Musik die von ‘Der Große Gatsby’ inspiriert wurde Mitunter Lana del Reys Lied Young and Beautiful vom Soundtrack von Der Große Gatsby (2013). Der Song wurde aus Daisy Buchanans Perspektive geschrieben. Schlüsselzeile: Wirst du mich immer noch lieben, wenn ich nicht mehr jung und schön bin?

Film Trailer für die neuere Verfilmung The Great Gatsby (2012) mit Leonardo DiCaprio & Carey Mulligan

Fotos  Meine Taschenbücher von Diogenes und Penguin Verlag, und DVD von der 2012-Verfilmung

Weiterer US-Klassiker Robert M. Pirsig: ‘Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten’ als Hörspiel online

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