John Carpenter's cult movie 'The Thing' (1982), see DVD above, was based on the Sci-Fi novella 'Who Goes There' by John W. Campbell. There's a BBC radio dramatisation from 2002 of the story online. Link below. It's set in Antarctica

John Carpenters Kultfilm von 1982 beruht auf John W. Campbells SF-Novelle Who Goes There? (1938). Das ist auch der Titel des BBC-Hörspiels. Link am Ende des Blogposts. Ich habe The Thing, so der Originaltitel des Films, als DVD mit viel Bonusmaterial, Dokus etc. Siehe Foto. Interessanterweise war der Film, der heute unter SF- und Horror-Fans als Klassiker gilt, damals kein Kinoerfolg. Er wurde von Kritikern als düsterer Splatter-Film abgetan. Die brutale Darstellung von einem menschenfeindlichen Außerirdischen im antarktischen Eis lag nicht im Trend vom Kassenschlager und Feelgood-Film E.T. – Der Außerirdische (1982). Man soll nicht Äpfel und Birnen vergleichen, denn E.T ist vorrangig ein Kinderfilm. Aber in Sachen Sci-Fi hat sich The Thing (1982) als einflussreicher und auch realistischer erwiesen. Zumindest wenn man dem britischen Astrophysiker Stephen Hawking (1942-2018) glaubt, der wiederholt gesagt hat dass Außerirdische aus fernen Galaxien – wenn sie uns trotz der enormen Entfernungen jemals finden sollten – der Menschheit gegenüber eher feindlich gesonnen sein werden. Warum? Hier zwei denkwürdige Zitate von ihm zum Thema.

‘If aliens ever visit us, I think the outcome would be much as when Christopher Columbus first landed in America, which didn’t turn out very well for the Native Americans’…A civilization reading one of our messages could be billions of years ahead of us. If so, they will be vastly more powerful, and may not see us as any more valuable than we see bacteria.’ (Stephen Hawking, 2015)

Hawkings Erwähnung von Christoph Kolumbus weist darauf hin, dass keineswegs nur ‘böse Außeridische’ dazu fähig sind, ferne Kulturen in Krisen zu stürzen. Es sind gar nicht mal böse Absichten dazu nötig. Sondern einfach nur ziemlich mondäne Beweggründe wie z. B. der Bedarf an Resourcen. Hawkings Erwähnung von Bakterien deutet darauf hin dass außerirdische Zivilisationen möglicherweise Lebensweisen und Sichtweisen entwickelt haben, in denen die (ziemlich selbstzerstörerische) Existenz der Menschheit kaum Relevanz, geschweige denn Sympathiewerte haben würde. Was ‘Das Ding aus einer anderen Welt‘ anbelangt, sollte man definitiv auf Willkommensgrüße verzichten. Am besten auch darauf, das Ding aus dem Eis aufzutauen in dem es im Winterschlaf lag. Aber als ein Team von Polarforschern auf ein Raumschiff stößt das anhand seiner Tiefe im ewigen Eis vor 20 Millionen Jahren auf die Erde abgestürzt sein muss, können sie nicht widerstehen. Unangenehmerweise hat das Ding die Fähigkeit, sich des Körpers von anderen Lebewesen zu bemächtigen. Ein Rezept für Ärger. Ich wünsche spannende Unterhaltung beim Hörspiel.

 

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John W. Campbell‘Das Ding aus einer anderen Welt’ Hörspiel online Das BBC-Hörspiel Who Goes There? Mit Liam Brennan (als MacReady), Ioan Meredith (als Biologe Professor Blair), Cyril Nri (als Physiker Dr Vance Norris), Christopher Godwin (als Expeditionsleiter Commander Gary), Harry Myers (Kinner, der Koch), Colin Adrian (Physiker Connant), Rachel Horan (Regie), Mike Walker (Bearbeitung). Produktion: 2002

Wussten Sie schon? In den Archiven der Harvard University wurde vor Kurzem eine frühere, deutlich längere Version von John W. Campbells Who Goes There? (1938) gefunden. Autor Alec Nevala-Lee fand das bis dato unbekannte Material bei Recherchen für seine Biografie von Campbell. Per Kickstarter hat Nevala mittlerweile das Geld gesammelt um für 2019 eine erweiterte Neuausgabe des Sci-Fi-Klassikers in Gang zu bringen

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