The legend of Lady Godiva, who protested against excessive taxes, fascinated Victorian artists and poets alike. On the birthday of Alfred Tennyson (1809-1892) we look at his poem Godiva and match it with the paintiing Lady Godiva (1889) by John Collier. See link for complete version of the poem below

Es ist der Geburtstag des Dichters Alfred Tennyson (1809-1892) und wir werfen einen Blick auf sein Gedicht Godiva (1842). Es beruht auf einer Legende die in England sehr bekannt ist und auch Kunstwerke wie das Gemälde Lady Godiva (1889) von John Collier inspirierte: Eine angelsächsische Adelige soll vor 1000 Jahren, lediglich mit ihrem Haarschopf bekleidet, durch die Straßen von Coventry geritten sein um ihren Ehemann den Grafen abzuhalten, die Bürger mit zu hohen Steuern zu ruinieren

Godiva

The woman of a thousand summers back,
Godiva, wife to that grim Earl, who ruled
In Coventry: for when he laid a tax
Upon his town, and all the mothers brought
Their children, clamoring, “If we pay, we starve!”
She sought her lord, found him, where he strode
About the hall, among his dogs, alone,

His beard a foot before him and his hair
A yard behind. She told him of their tears,
And pray’d him, “If they pay this tax, they starve.”
Whereat he stared, replying, half-amazed,
“You would not let your little finger ache
For such as these?” — “But I would die,” said she.
He laugh’d, and swore by Peter and by Paul;

Then fillip’d at the diamond in her ear;
“Oh ay, ay, ay, you talk!” — “Alas!” she said,
“But prove me what I would not do.”
And from a heart as rough as Esau’s hand,
He answer’d, “Ride you naked thro’ the town,
And I repeal it;” and nodding, as in scorn,
He parted, with great strides among his dogs.

Soweit ein Ausschnitt von dem Gedicht dessen ursprüngliche Form und Länge bei Wiki ausgecheckt werden kann, Link folgt gleich. Lady Godiva unternimmt ihre Aktion weil Mütter ihr klagen dass die Kinder des Landes bei einer weiteren Steuererhöhung hungern würden. Als ihr Ehemann dennoch nicht nachgeben will, fragt sie ihn was sie tun müsse um ihn von dem Vorhaben abzubringen? Im Zorn und im Glauben dass die Lady dies nie wagen würde, sagt er, dafür müsse sie ohne Klamotten durch die Stadt reiten. Sie nimmt ihn beim Wort, befiehlt aber allen Bürgern im Haus zu bleiben und die Fensterläden zu schließen. Das tun sie, nur ein Schneider kann nicht widerstehen und erblindet. Aber die Steuererhöhung ist vom Tisch. Die Story klingt wie ein Märchen, aber wohlmöglich steckt ein entfernter wahrer Kern darin. Um die Jahrtausendwende gab es in den Midlands tatsächlich eine adelige Frau namens Godgifu deren Ehemann ein Graf war. Vielleicht setzte die Dame sich für die Belange der Landbevölkerung ein und wurde dadurch Teil von Geschichten die in den Umlauf kamen und im Laufe der Zeit ausgeschmückt oder mit älteren Sagen vermischt wurden. Wer mit diesem Erklärungsversuch nicht zufrieden ist, könnte Lady Godiva zu einer Vorläuferin oder Vorreiterin vom Bund der Steuerzahler ernennen. Und natürlich ist die Legende auch ein willkommener Anlass, ein schönes Gemälde, und ein Gedicht von Lord Tennyson zu erwähnen.

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Info  Deutscher Wiki-Artikel über den Dichter Alfred Tennyson / über den Maler John Collier/ und die komplette Version des Gedichts Godiva auf Wikisource

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