A movie adaptation of Stephen King's apocalyptic novel The Stand (1978) is in the works, probably with Matthew McConaughey. In our blogpost we look at the large number of songs King mentions in the novel, ranging from Blues, Folk, Rock to Gospel...also the beautiful hymn 'In The Garden'

20 Jahre nach der ersten Verfilmung als TV-Serie ist Stephen Kings apokalyptischer Roman The Stand – Das letzte Gefecht (1978) als Kinofilm in Arbeit. Matthew McConaughey spielt eine der Hauptrollen, den teuflischen Randall Flag, eine Art Cowboy from Hell der das Böse, vielleicht sogar spezifisch den biblischen Antchrist repräsentiert. McConaughey der mit Filmen wie Interstellar (2014) momentan zu Hollywoods Oberliga zählt, klingt wie eine gute Wahl. Die neue Kinoverfilmung ist als Reihe von vier Filmen geplant. Uff. Aber The Stand enthält tatsächlich viel Material und viele Figuren. The Stand war nach Kings eigenen Angaben als ein Epos á la Der Herr der Ringe mit einem amerikanischen Schauplatz gedacht. Stephen King kann das Interesse seiner Leser über Hunderte von Romanseiten halten. Blogger müssen sich kurzfassen und ich werfe heute einen Blick auf einen bestimmten Aspekt des Romans, nämlich die vielen Erwähnungen von Musik, Bands und Liedern. Das kommt in vielen von Kings Romanen vor, aber mir fällt keiner ein bei dem Musik so eine große Rolle spielt wie in The Stand. Stephen King spielt selber Gitarre und kennt sich erstaunlich gut mit Musikgeschichte aus. Dass er Musik in Romanen erwähnt, ist sicherlich aus Spaß, aber auch um Bezugspunkte für Leser zu schaffen. The Stand erschien 1978, also zu einer Zeit als der Einfluss der mythischen 60er Jahre mit all ihren gesellschaftlichen Veränderungen und optimistischen Zukunftsvorstellungen ins Wanken geriet. Der Roman setzt auf Nostalgie für so etwas wie Die Gute Alte Zeit und lässt kaum eine kulturelle Ikone der 60er und frühen 70er unerwähnt. Seien es Künstler wie Warhol, Schriftsteller wie Norman Mailer, Musiker wie Jefferson Airplane und Velvet Underground oder kultige Biker-Filme wie Die wilden Engel (1966) mit Peter Fonda, und Hells Angels on Wheels (1967) mit Jack Nicholson. Um nur einiges an Popkultur zu nennen das in Nebensätzen auftaucht. Es werden viele spezifische Lieder erwähnt, zum Beispiel wenn Protagonist Larry Underwood, ein junger Musiker der zu der Zahl von 0,5% Überlebenden einer Viruskatastrophe gehört, darüber grübelt dass die Musik der 60er viel besser war als die der 80er. Songs wie Eve of Destruction werden erwähnt, ein Lied das mit seinen Warnungen, mitunter vor einer nuklearen Apokalypse (‘If the button is pushed, there’s no runnin’ away…’) durchaus einen Bezug zur Endzeitstimmung des Romans hat. In der 1994 TV-Verfilmung wird Eve of Destruction sogar von dem Schauspieler mit einer akustischer Gitarre gespielt. Hier der Clip. Weitere Lieder die im Roman erwähnt werden sind Woody Guthries This Land is your Land, Dylans Shelter from the Storm und Backwater Blues von Dave Van Ronk, der übrigens die Inspiration für den Folksänger im Film Inside Llewyn Davis (2013) war.

Got the TV version of The Stand (19954) on DVD and it's pretty good. Cool how the song Don't Fear The Reaper by Blue Öyster Cult crops up. A movie was in the works - but seems to take time. The success of It (2017) might give it a boost

Stephen King erwähnt auch Country Musik, speziell Hank Williams, und Country-Rock der 70er Jahre. Von den Eagles werden Zeilen des Lieds Peaceful Easy Feeling zitiert: ‘And I want to sleep with you in the desert tonight…with a million stars all around…’). Aber der Text bekommt hier düstere Konnotationen denn Protagonistin Nadine Cross summt das Lied kurz vor einer horrorhaften Begegnung mit Ober-Baddie Randall Flagg in der Wüste. Neben super bekannten, millionenfach verkauften Liedern erwähnt Stephen King auch Sachen die man Geheimtipps nennen könnte, alte Blueslieder wie Diggin’ my Potatoes (1953) von Big Bill Broonzy & Washboard Sam. Stephen Kings schwarzer Humor kommt ins Spiel wenn er Huey ‘Piano’ Smiths Rockin’ Pneumonia And The Boogie Woogie Flu (1957) erwähnt, Die gut gelaunt klingende Rhythm & Blues Nummer hat mit dem Wort flu, also Grippe, eine Verbindung zu der superflu die im Roman Millionen von Menschen getötet hat. Hymnen und Gospel haben in The Stand ebenfalls Signifikanz: Religiöse Musik, für einen religiös geprägten Roman in dem übersinnliche Formen von Gut und Böse eine zentrale Rolle spielen. Im Vorwort nennt King The Stand ‘this long tale of dark Christianity‘. Im Roman erwähnt er den Gospelklassiker Bye and Bye der hier als Version vom Georgia Mass Choir wirklich mitreißend klingt. King zitiert auch eine über hundert Jahre Hymne die im Roman so vorgestellt wird: ‘Sitting on the porch is the oldest woman in America, a black woman with fluffy white thin hair….’. Die 108 Jahre alte Mother Abagail spielt Gitarre, ist ein Prophet von God und Gegenspieler von Randall Flagg. Die Hymne die sie singt wurde vielfach aufgenommen, hier ist In The Garden von Johnny Cash. Rockmusik ist in The Stand mit Liedern wie Who Made Who von AC/DC, Honky Tonk Women von den Stones und Jungle Land von Springsteen vertreten. Um einige zu nennen. King sagt im Vorwort dass er sich Springsteen gut in der Rolle von Larry Underwood vorstellen könnte. Der Rockklassiker der vielleicht die prägnanteste Verbindung zum Roman hat ist Don’t Fear the Reaper (1976). The Reaper ist ein Synonym für den Tod, und King zitiert das Lied zu Beginn des Romans. Der Song wurde auch im Vorspann der TV-Verfilmung benutzt, siehe Clip. Ich bin gespannt, welche Lieder in der neuen Verfilmung vorkommen werden. Vielleicht ein oder zwei die in diesem Blogpost erwähnt wurden.

 

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