A 2015 German WDR radio dramatisation of 'The Serpent and the Rainbow' online. Link below. Wes Craven's horror movie about voodoo, see film poster above, was based on an investigative book by the anthropologist Wade Davis

Ich weiß noch, als ich vor Jahren in einem Videoladen – so etwas gab’s mal – dieses Cover sah. Aufgrund des Spruchs ‘Begrabt mich nicht, ich bin noch nicht tot!‘ klingelten bei mir die Trash-Alarmglocken und ich ging weiter. Vielleicht war es auch das Gesicht von dem Mann der unter dem Sargdeckel hervorschaut. Ich hätte nie erraten, dass es der Schauspieler Bill Pullman ist. Zu dieser Zeit wusste ich auch nicht dass der Spielfilm von Wes Craven mit Originaltitel The Serpent and the Rainbow (1988) auf einem kontroversen Sachbuch über Voodoo von dem Anthropologen Prof. Wade Davis beruht. Dessen These, die er auf Forschungsreisen in Haiti formte, ist dass Voodoopriester mittels Giften von Tieren (Tetrodotoxinen), die Fähigkeit haben, Menschen als ‘Zombies’ über Jahre in einen Trancezustand zu versetzen und zu versklaven.

Im Frühjahr 1962 kam ein etwa vierzigjähriger haitianischer Bauer an die Pforte der Notaufnahme des Albert Schweizer Krankenhauses Deschapelles im Artibonite-Tal. Unter dem Namen Clairvius Narcisse wurde er am 30. April um 21.45 aufgenommen. Er klagte über Fieber, Gliederschmerzen und allgemaine Übelkeit…sein Zustand verschlechterte sich rapide. Am 2. Mai um 13.15 stellten die zwei diensttuenden Ärzte, von denen einer ein Amerikaner war, seinen Tod fest. Die Leiche kam für 20 Stunden in ein Kühlhaus und wurde dann zur Beerdigung abgeholt. Am 3. Mai ’62 wurde Clairvius Narcisse um zehn Uhr morgens auf einem kleinen Friedhof im Norden seines Heimatdorfes L’Estère begraben. Und zehn Tage später lies die Familie eine schwere Gedenkplatte aus Beton über das Grab legen….18 Jahre später, 1980, erschien auf dem Marktplatz von L’Estère ein Mann der behauptete, er sei Clairvius. Seine Schwester hat ihn damals und heute eindeutig identifiziert. (Hörspiel-Passage)

Getting in way too deep: Bill Pullman as the guy investigating voodoo in Haiti. On the movie poster above - tagline 'Don't bury me, I'm not dead!' - he's hardly recognisable anymore

Dies ist der Bericht den Wade Davies zu Beginn des Hörspiels im Jahr 1982 von Nathan S. Kline, Professor der Psychopharmakologie in New York, zu lesen bekommt. Der Professor will Wade nach Haiti schicken um diesen Berichten auf den Grund zu gehen. Sein Hauptinteresse dabei ist, herauszufinden ob in Haiti unbekannte Drogen existieren die für medizinische Zwecke, speziell für die Anästhesie bei Operationen eingesetzt werden können. Als Kontakt in Haiti bekommt Wade Davis die Addresse von einem Houngan, also einem Voodoopriester, dessen Hörspiel-Name Max Beauvoir darauf hindeutet dass die Figur auf einer echten Person beruht. Wade macht sich per Flugzeug auf den Weg zu Haitis turbulenter Haupt- und Hafenstadt Port-au-Prince. Er nimmt auch ein Foto von dem oben erwähnten Clairvius Narcisse mit und macht sich auf die Suche nach ihm – und dem Gift dass ihn angeblich zum Zombie machte. Dabei lässt er sich mit einem undurchsichtigen Mann namens François ein den er in einer Bar trifft und der ihm ein Pulver verkauft. Aber von Max Beauvoir bekommt Wade folgenden Hinweis: Nicht das Gift macht den Zombie, sondern der Bokor, also der Priester der die Zauberformel kennt. Zusammen mit Beauvoirs attraktiver Tochter Rachel macht Wade sich auf den Weg zu einem Voodoopriester namens Marcel Pierre, der angeblich eine Verbindung zu dem Fall des zurückgekehrten Zombies Clairvius Narcisse hat. Ich wünsche spannende Unterhaltung beim Hörspiel.
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Wade Davis: ‘Die Schlange im Regenbogen’ als WDR-Hörspiel online Das Hörspiel mit Wanja Mues (als Wade), Alexander Radzun (als Max Beauvoir), Laura Maire (seine Tochter Rachel Beauvoir), Guillaume Boullay (als Clairvius Narcisse), Ernst August Schepmann (als Nathan Kline), Martin Engler (als Marcel Pierre), Bernd Reheuser (als François), Simon Roden (als Bourreau), Tommi Piper (Präsident), Christian Redl (Alter Mann). Übersetzung: Christa Broermann, Wolfram Ströle  Bearbeitung: Fabian Kühlein, Florian Wöhrl. Redaktion: Natalie Szallies. Regie: Annette Kurth  Produktion: WDR 2015
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Wussten Sie schon? In Voodoo-Legenden ‘symbolisiert die Schlange die Erde, und der Regenbogen den Himmel. Zwischen diesen beiden Polen müssen alle Kreaturen der Erde leben und sterben. Aber der Mensch kann, weil er eine Seele hat, dazwischen steckenbleiben, an einem Ort an dem der Tod nur der Anfang ist’
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Verfilmung Ein Trailer für den Spielfilm The Serpent and the Rainbow (1988). Regie: Wes Craven. Darsteller: Bill Pullman, Cathy Tyson, Zakes Mokae, Paul Winfield u. a. Altersfreigabe gemäß FSK: Ab 18 (gekürzt ab 16)
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