My Pan Books edition of Lucinda Riley's novel 'Storm Sister' the second book of the bestselling Seven Sisters series. The author said that they can be read as stand alone books in any order. I agree because they tell parallel, not subsequent stories

‘Nie werde ich vergessen, wo ich war und was ich tat, als ich hörte, dass mein Vater gestorben war.’ Mit diesen Zeilen beginnen alle 7 Romane der Reihe. Die irische Autorin Lucinda Riley (1968-2021) ist letztes Jahr im Alter von 56 verstorben. Im Bild ist meine englische Ausgabe von ‘Die Sturmschwester’ (2015), dem zweiten Band der Romanreihe. Dies war zufälligerweise der erste Band den ich im Laden sah und auf gut Glück kaufte als ich die Reihe noch nicht kannte. Aber die Autorin sagt  im Vorwort, dass man die Bücher in beliebiger Reihenfolge lesen kann. Grund dafür ist wohl, dass die Geschichten der 7 Schwestern mehr oder weniger parallel geschehen, anstatt zeitlich aufeinanderzufolgen. Die Schwestern sind alle als Kinder von einem geheimnisumwitterten Milliardär adoptiert worden und stammen alle aus verschiedenen Teilen der Welt. Nachdem sie von dem Tod ihres Vaters erfahren, machen sich die Schwestern auf die Suche nach ihrer Herkunft. Ihr Adoptivvater namens Pa Salt – ein Anagramm – hat ihnen dazu mysteriöse Hinweise hinterlassen. Im Fall von Alcyone, genannt Ally, von der ‘Die Sturmschwester’ handelt, ist dieser Hinweis zum Beispiel ein altes norwegisches Buch, die Biografie einer Sängerin aus dem 19. Jahrhundert. Ally stößt bei ihren Recherchen, die sie nach Norwegen führen, auf Verbindungen dieser Sängerin zum norwegischen Komponisten Edvard Grieg und zum norwegischen Lyriker Henrik Ibsen. Lucinda Riley hat offensichtlich eine Menge recherchiert – darauf deutet mitunter die Liste von Forschungsliteratur am Ende des Romans. Griegs Schauspielmusik Peer Gynt spielt eine zentrale Rolle in der Story. Ebenfalls die Sängerin, die der Figur von Solvejg, die ursprünglich aus Ibsens Gedicht stammt, ihre Stimme gab. Ein weiterer Erzählstrang des Romans spielt in Leipzig, wo Grieg drei Jahre lang studierte. So weit ein kleine Vorschau auf die Themen des Romans. Alle Bücher von den 7 Schwestern sind, wie es bei Romanreihen oft der Fall ist, nach einem gewissen Muster aufgebaut: Spurensuche in der Vergangenheit, Verbindungen zur Gegenwart. Wobei jede Schwester, jede Story einen anderen geografischen und kulturellen Hintergrund hat:

1. Die sieben Schwestern (2014) – Über Schwester Maia, die u. a. Verbindungen mit Brasilien hat
2. Die Sturmschwester (2015) – Über Ally (nach Alcyone) die u. a. Verbindungen mit Norwegen hat
3. Die Schattenschwester (2016) – Über Star (Asterope) die u. a. Verbindungen mit England hat
4. Die Perlenschwester (2017) – Über CeCe (Celaeno) die u. a. Verbindungen mit Australien hat
5. Die Mondschwester (2018) – Über Tiggy (Taygete) die u. a. Verbindungen mit Spanien hat
6. Die Sonnenschwester (2019) – Über Schwester Electra, die u. a. Verbindungen mit Afrika hat
7. Die verschwundene Schwester (2021) über Merope die u. a. Verbindungen mit Irland hat

These books, with a lot of historical details built into a fictional story, really seem like a labour of love. Which makes the early death of Lucinda Riley (1968-2021), above, at 56 all the sadder

Ein Bindeglied zwischen den Geschichten der anfangs erst mal sechs miteinander bekannten Schwestern, ist ihre gemeinsame Kindheit in einem idyllischen Haus namens Atlantis am Genfersee – und eine mysteriöse, abwesende siebte Schwester, deren Story das Thema des letzten Bandes namens ‘Die verschwundene Schwester’ ist. Inspiration für das Konzept von den Sieben Schwester schöpfte Lucinda Riley, links im Foto zu sehen, aus den Plejaden der griechischen Mythologie und dem nach ihnen benannten Siebengestirn, dem Sternhaufen der Plejaden. Die sieben Schwestern im Roman teilen auch bestimmte Charakteristiken, die den Schwestern in der Mythologie nachgesagt werden. Integraler Teil der Story ist auch das Geheimnis um die Identität ihres Adoptivvaters namens Pa Salt. Dieser Name erweist sich, wie gesagt, als Anagramm: Für Atlas. Dieser war, Mythen gemäß, der Vater der Plejaden. Ein weiteres wieder-kehrendes Element der Romane – wieder in Verbindung zu der Astronomie – ist eine Armillarsphäre, die als zentrales Emblem auf älteren englischen Ausgaben zu sehen ist. Dies ist ein aus dem antiken Griechenland stammendes astronomisches Gerät zur Darstellung der Bewegung von Himmelskörpern. Die 7 Schwestern in der Romanreihe finden auf diesem Gerät, das auf der Veranda ihres Hauses steht, Hinweise in Form von Koordinaten mit denen sie dann, per Google Earth, ihre Entdeckungsreisen starten. Man kann getrost sagen dass dies eine Reihe mit vielen interessanten Details ist. Anhand der Interviews, die am Ende der englischen Romanausgaben zu lesen sind, ist dies zudem eine Story, in der viel Herzblut von der Autorin steckt – was ihren Tod, kurz nach Ende der Romanreihe die zum Bestseller wurde, umso trauriger macht. Am Anfang von ‘Die Sturmschwester’ befindet sich Alcyone ‘Ally’ D’Aplièse – die in der französischsprachigen Schweiz lebt und einen entsprechenden Akzent hat – im Mittelmeer auf der Jacht eines Mannes namens Theo Falys-Kings, dessen Name ebenfalls ein Anagramm mit Bezug zu griechischen Sagen ist. Ich wünsche gute Unterhaltung

 

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Wussten Sie schon? Das obenerwähnte Musikstück Solvejgs Lied von Griegs Peer Gynt, wurde von der Progrock-Band Emerson, Lake & Palmer unter dem Titel The Sage gecovert, hier ein ELP-Liveclip vom Lied

Radio-Dokus über Grieg und Ibsen Das BR-Feature ’Edvard Grieg – der Barde des Nordens’ (2018) und das BR-Feature ‘Henrik Ibsen – Ein Leben für das Theater’ (2019) von Stefan Schomann

Radio-Dokumentation Englische Sendung in der Autorin Lucinda Riley über ‘Die sieben Schwestern’ sprach

Deutsches Hörbuch von ‘Die Perlenschwester’ online Das Hörbuch Teil 1 und Teil 2 und Teil 3 und Teil 4 

Englisches Hörbuch ‘Die sieben Schwestern’ online Hörbuch ‘The Seven Sisters’ Teil 1 und Teil 2 von zwei

Englisches Hörbuch ‘Die Sturmschwester’ online Hörbuch ‘The Storm Sister‘ Spieldauer: 21 St 13 Min.

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