Torn between a man and a Duke Ellington record? Well, I know what I'd choose. The album crops up in a BBC radio documentary. Link below. We added YouTube clips for the songs and a clip of a film scene in which Duke is mentioned

Hin- und hergerissen zwischen einem Mann und einer 1956 Duke Ellington Vinyl-LP? Naja, ich weiß was ich nehmen würde. Das englische 60 min. Doku ist ein paar Wochen online und handelt von Dukes Musik in den 50er und 60er Jahren. Link am Ende des Artikels. Wer möchte, kann kurz unsere Zusammenfassung mit den interessantesten Infos und YouTube Links für die Lieder auschecken. Zum Beispiel ein Lied das von Shakespeares Hamlet inspiriert wurde. Und eins das Duke nach einer uralten Stadt im Iran benannte. Oder ein Lied von einem Album bei dem Duke darauf bestand dass nur eine einzige Kopie existieren sollte. Das Foto links ist von einem coolen Spielfilm in dem ein Lied von Duke eine Rolle spielt. Nachfolgend ein Clip davon. Hier die Filmszene in dem Thriller Amercan Hustle (2013) mit Amy Adams und Christian Bale. Die beiden kommen über Duke Ellington bei einer Party ins Gespräch. Die Lady hat ein Armband mit einem Bild vom Duke am Handgelenk. Das fällt Christan Bale auf, und als sie sich einen Snack vom Teller nehmen will, schnappt sich Christian Bale – den man vor lauter Bart, Goldkettchen, Rolex und Sonnenbrille auf Anhieb kaum erkennt – ihr Handgelenk und sagt: Du kennst Duke Ellington? Ja, sagt sie – er ist dieses Jahr gestorben. Wir befinden uns also im Jahr 1974. Sie mag das Lied Jeep’s Blues, woraufhin Christian Bale sie fragt: Würdest du es jetzt gerne hören? Kein schlechte Chat-Up Line, was? Oben im Foto ist der Albumklassiker Ellington in Newport (1956), inklusive Jeep’s Blues, hier ein YouTube Link mit dem kompletten Song. Auf die Vinyl-LP passten damals nur fünf Lieder und 44 min. Musik, heutzutage erhältlich als 2-CD-Ausgabe mit 19 Liedern und über zwei Stunden Spieldauer. Das nächste Lied das im BBC-Doku vorgestellt wird ist Dukes Version von dem Jazz-Standard All of Me, auch wieder mit Dukes langjährigem Weggefährten Johnny Hodges am Altsaxophon, hier eine schöne Liveaufnahme. Die Studioversion ist auf dem Album Jazz Party (1959). Es folgt das Lied Madness in Great Ones vom Album Such Sweet Thunder (1957) das von Shakespeare-Stücken inspiriert wurde. Hier geht es um Hamlet dessen Wahn auf musikalische Weise mit zunehmend freakigen Klängen auf der Trompete von Cat Anderson dargestellt wird. Dann ein Lied von einem Album das Duke speziell für die englische Königin Elisabeth II. schrieb. Duke traf sie auf seiner Europatournee in 1958 und bestand darauf dass es nur eine einzige Kopie, nämlich für die Königin geben sollte. Das Album mit dem schönen Lied Queen’s Suite: Sunset and the Mocking Bird wurde tatsächlich nicht zu Dukes Lebzeiten veröffentlicht, sondern erst 1976 mit dem Albumtitel The Ellington Suites.

Das nächste Lied im Programm ist das fast acht Minuten lange Hello Little Girl, hier werden Duke und Band von Gast-Trompeter Dizzy Gillespie und Bluessänger Jimmy Rushing dem ehemaligen Sänger für Count Basie begleitet. Das Lied ist auch vom Album Jazz Party (1959). Es folgt ein Track namens Way Early Subtone von Duke Ellingtons Soundtrack für den Thriller Anatomy of a Murder (1959), hier ein Clip von der Filmszene in der Duke persönlich mit Schauspieler James Stewart am Piano spielt. Musik von Duke Ellington findet man übrigens auch in Filmen und TV-Serien wie Breaking Bad, Ocean’s 13, The Big Lebowski, Minority Report u.a. Als nächstes spielt ein Trio, mit Duke am Piano, Charles Mingus am Bass und Max Roach am Schlagzeug. Das Titellied vom Album Money Jungle (1963) klingt ziemlich avantgardistisch und hat den Vorteil dass man hier mehr von Dukes Pianokünsten hört als in der üblichen Big Band Line-up. Mingus und Roach hatten bei den Sessions mehrere Meinungsverschiedenheiten, rissen sich aber in Anwesenheit ihres gemeinsamen Helden Duke Ellington (1899-1974) am Riemen. Er war damals alt genug um ihr Vater zu sein. Duke war 63, Mingus 40 und Roach 38 Jahre alt. Es folgt ein Lied das nach der alten Hauptstadt von Persien benannt ist, einem Ort an dem Duke bei seiner Tour 1963 im Fernen und Mittleren Osten einen besonders enthusiastischen Empfang vom Publikum bekam, hier ein Liveversion von dem verträumten Lied Isfahan vom Album The Far East Suite (1967). Als Nächstes, live 1963 vom Paris Olympia das ‘irgendwie dukige’ Medley Kinda Dukish/Rockin’ in Rhythm das mit coolen Soloklängen von Duke beginnt und abgeht wie eine Rakete wenn ab 1:50 min. die Band einsetzt. The Great Paris Concert wurde 1973 als Doppel-LP veröffentlicht, neuere CD-Ausgaben enthalten die zwanzig Originallieder plus zehn Bonustracks. Zum Abschluss des Programms, wird der relaxt klingende, über sieben Minuten lange Track Launching Pad vom Studioalbum Festival Session (1959) vorgestellt. Ein eher unbekanntes Lied von Duke, zumindest anhand der geringe Anzahl von Klicks bei YouTube. Aber das ist Teil des Reizes, wenn man den Geschmack und die Auswahl von anderen Jazzfans auscheckt, in diesem Fall von BBC-Presenter Geoffrey Smith, der übrigens ein renommierter Autor, Akademiker und ehemaliger Musiker ist.

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Weitere Infos BBC-Radiosendung Duke Ellington 50s-60s. Mit Geoffrey Smith. Momentan online 25 Tage

Mehr von uns zum Thema Jazz  Unser Artikel über den experimentellen Jazz-Soundtrack für den Sci-Fi Thriller Andromeda (1971) von Michael Crichton.

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