Today's the birthday of composer and saxophone player John Coltrane (1926-1967). A Love Supreme (1965) still sounds avant-garde to us. It is not derivative easy listening music. We consider it part of modern classical music of America

Heute ist der Geburtstag des Komponisten und Saxophonisten John Coltrane (1926-1967). Sein Album A Love Supreme (1965) klingt für uns immer noch avantgarde. Man muss sich etwas reinhören, dies ist keine Easy Listening Musik, in der Tat, wir sind eher geneigt das Album als einen Teil von moderner klassischer Musik von Amerika einzustufen. Die Musik versucht nicht, es dem Hörer leicht zu machen sondern geht ihren Weg und vertraut darauf dass der Hörer, mit etwas Geduld, den Weg kennenlernen wird. Erstaunlich ist auch dass diese Musik, die streckenweise orchestral klingt, von nur vier Leuten mit akustischen Instrumenten aufgenommen wurde. Neben John Coltrane auf seinem Selmer Mark VI Tenorsaxophon, spielt McCoy Tyner das Piano, Jimmy Garrison Bass und Elvin Jones Schlagzeug. Die Musiker haben auch mehrere Solo-Spots, so beginnt z. B. Teil 2 mit einem Bass-Solo und Teil 3 mit Schlagzeug. Interessant ist auch wie im Laufe des Albums bestimmte melodische Motive erneut auftauchen und weiterentwickelt werden. Ein Beispiel dafür wäre die markante Bass-Line zu Beginn des Albums. Diese Melodie erscheint in verschiedenen Tonarten und übrigens auch als kurze Gesangspassage – oder mantrahafter Sprechgesang : ‘A love supreme…a love supreme’. Es wäre cool das Album als Vinyl-LP zu haben, aber die CD-Version hat den Vorteil dass man das ganze Album an einem Stück, ohne Unterbrechung  hören kann. Es ist nicht sehr lang, die vier Stücke Acknowledgement, Resolution, Pursuance, Psalm sind zusammen nur 32:49 min. lang. Aber sie sind, wie eine Art Konzeptalbum, thematisch miteinander verbunden. Die Thematik ist, wie in John Coltranes Liner Notes klar wird, auch spiritueller Natur. Möglicherweise spielte dabei Coltranes Interesse an indischer Philosophie und indischer Musik eine Rolle. Aber wir wollen das nicht auf eine griffige Phrase reduzieren. Das kann jeder für sich selber lesen und interpretieren. Wir finden John Coltranes offenherzige Danksagungen in den Liner Notes und einem zusätzlichen Gedicht – beide sind in der CD-Version enthalten – um so bewegender weil er kaum mehr als zwei Jahre nach der Veröffentlichung dieses Albums im Alter von 40 starb. Man kann A Love Supreme online auf YouTube auschecken, Links folgen, aber die dortige Klangqualität wird dem Album wirklich nicht gerecht. Wir empfehlen die CD, die etwa soviel wie ein Menü im Burger-Restaurant kostet, auf einer langen Autofahrt durch Herbstlandschaften kennenzulernen. Könnte sein dass Sie ein paar Extrarunden fahren. Vielleicht auf das Menü verzichten.

 

Ads by Google

 

 

Weitere Infos  YouTube Clip von Part 1 Acknowlegdgement, erstes Stück des Albums A Love Supreme

Dokumentarfilm Es gibt auf YouTube auch ein Doku über Coltrane, zwar nicht komplett aber interessant

Photo  We bought this CD on Impulse!, the legendary record label of that name. It’s a nicely designed 2008 digipak edition that folds out three ways and has Coltrane’s liner notes and poem inside

Könnte Sie auch interessieren Coltrane & Monk in Michael Connelly Krimi ‘Echo Park’

Des Weiteren Jazzklassiker ‘Goodbye Pork Pie Hat’ von Charles Mingus

Mehr Filmmusik ‘Ascenseur pour l’échafaud’ (1958) von Miles Davis

Und Erroll Garners Jazzklassiker ‘Misty’ in Clint Eastwood Thriller

Avenita Kulturmagazin