It's the birthday of John McLaughlin, on of our fave guitarists. Apart from sheer technique, Influences like Miles Davis, John Coltrane and Indian philosophy, make him a really interesting musician. His Double Rainbow guitar was a one-off as well. It was used in a 1974 concert, see YouTube clip in blogpost

Heute ist der Geburtstag von John McLaughlin, einem meiner Lieblingsgitarristen. Seine schöne, speziell für ihn gebaute Doppelhals-Gitarre, links im Bild, spielte er nur relativ kurze Zeit in den 70er Jahren. Sie wurde bei einem Fall schwer so beschädigt dass McLaughlin glaubte, sie nie wieder wie früher hinzukriegen. Die Gitarre namens Double Rainbow war ein Unikat von dem Gitarrenbauer Rex Bogue, der mittlerweile gestorben ist. Also im wahrsten Sinn eine einzigartige Gitarre. Aber es gibt ein, zwei gute Videoclips in denen man McLaughlin mit der Double Rainbow sehen und hören kann. Hier ist er mit seiner Band Mahavishnu Orchestra live in 1974, vor vierzig Jahren beim Montreux Jazz Festival in der Schweiz. Klang Jazzrock jemals besser? Man nennt das Genre heute meist Fusion, zutreffend weil in Musik wie McLaughlins tatsächlich eine Vielzahl von Elementen verschmelzen. Neben Jazzmusikern wie Miles Davis und John Coltrane war indische Musik und auch indische Philosophie ein starker Einfluss auf den Gitarristen. Die Musik im Clip ist von Apocalypse (1974), einem Album das, dem ominösen Titel zum Trotz, ausgesprochen schöne Musik enthält. Live wurde viel improvisiert, was die Lieder auf Anhieb nicht so leicht erkennbar macht, aber ich glaube der Clip ist vom dem Lied Wings of Karma. Neben McLaughlin sind hier auch andere gute Musikeram Werk: Ralph Armstrong am Bass, Gayle Moran an den Keyboards. Jean-Luc Ponty spielt Geige, ab 3:27 min. ein längeres Solo. Lange nicht gehört, wird der eine oder andere Leser sagen. Und es stimmt, diese Art von Musik bekommt zu wenig Aufmerksamkeit in Radio und Fersehen.

Interessanterweise war es Narada Michael Walden, im Clip als junger fantastischer Schlagzeuger zu sehen, der später den größten Mainstream-Erfolg haben sollte: Als Produzent von Liedern wie Nothing’s Gonna Stop Us Now von Starship, und Hits von den Pointer Sisters, Diana Ross, Whitney Houston und vielen anderen. Auch Jan Hammer, der erste Keyboarder des Mahavishnu Orchestras, hatte in den 80er Jahren ein Nummer 1 Hitalbum mit dem Soundtrack für Miami Vice. Bei John McLaughlin hat man hingegen den Eindruck dass die kommerzielle Seite des Rock und Pop-Geschäfts nie so ganz sein Ding war, fast absichtlich vermieden wurde. Er machte eher ungewöhnliche Projekte, spielte unplugged indische Musik mit der Band Shakti und in einem ebenfalls akustisches Gitarrentrio, mit Flamenco-Legende Paco de Lucía und dem Jazzer Al Di Meola. Hier ein Clip von dem Konzert das als Friday Night in San Francisco (1981) veröffentlicht wurde, und zeigt dass McLaughlin auch auf der Akustik-Gitarre beeindruckt. Trotzdem vermisse ich die gute alte Doubleneck-Gitarre aus den 70er Jahren, die Griffbrett-Einlagen aus Perlmutt sollen den Tree of Life also einen Lebensbaum darstellen. Der Gitarrenkörper der Double Rainbow war aus einem Ahornholz das man auf Englisch Fiddleback oder Flame maple nennt und das in den 50er Jahren auch für die Gibson Les Paul Standard verwendet wurde. Die Griffbretter sind aus Ebenholz, und beiden Hälse der Gitarre enthalten Teile von Rio-Palisander Dalbergia nigra das seit 1992 unter Artenschutz steht und in neuen Instrumenten vermutlich nur noch auftaucht wenn Gitarrenbauer ältere Vorräte besitzen. John McLaughlin hätte ein bisschen besser darauf aufpassen sollen! Aber er sagte in einem Interview dass die Gitarre ohne ersichtlichen Grund, wie von selbst von einer Bank fiel. Möglich. Ich nenne das ‘die Tücke des Objekt’s und habe so was selber schon erlebt. Vielleicht wollte die Double Rainbow ohne Rücksicht auf Verluste zur Legende werden.

 

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