Ritchie Blackmore recently turned seventy. We took a photo of his legendary white Stratocaster at Hard Rock Cafe Marbella. Check our choice of a bluesy track from an underrated Deep Purple album. Plus a classic, kind of folky Rainbow song

Die Rockstars der 70er kommen in die 70er. Aber der Mann der uns klassische Gitarren-Riffs wie Smoke on the Water bescherte, sieht gut aus für sein Alter. Sein Geburtstag war im April. Hier bei uns an der Costa del Sol ist eine seiner Gitarren im Hard Rock Cafe von Marbella zu sehen. Dort haben wir neulich mal wieder reingeschaut, mit unseren Kids einen Happen gegessen und Fotos gemacht. Nachfolgend Infos über die Gitarre, die einige Besonderheiten hat, und zwei Lieder die Ritchie Blackmore von verschiedenen musikalischen Seiten zeigen. Eins davon ist ein relativ unbekanntes, ultra-bluesiges Lied von einem unterbewerteten Deep Purple Album. In dem anderen Lied, von Rainbow, zeichnen sich schon die folkigen Einflüsse ab die der Gitarrist in seiner heutigen Band Blackmore’s Night verwendet. Anfang der 70er Jahre war Deep Purple zu einer der größten Rockbands der Welt geworden, aber der enorme Erfolg des Albums Machine Head (1972) machte es schwer, einen ebenbürtigen Nachfolger zu präsentieren. Die Band tourte damals non-stop und nahm Alben on the road auf. Große Teile des Albums Who Do We Think We Are (1973) wurden in der hessischen Metropole Mörfelden-Walldorf aufgenommen, in einem ehemaligen Kino das zu einem Studio umgebaut wurde. Im nächsten Foto ist meine Gatefold-Vinyl-LP von dem Album. Auf dem Cover ist eine Luftaufnahme oder Satellitenaufnahme von einer Landschaft. Foto zum Vergrößern anklicken. Falls jemand die Location erkennt, bitte Bescheid sagen! Man sieht Seifenblasen durch die Luft fliegen, und in einigen davon sind Fotos von den Bandmitgliedern. Auf der Innenseite der LP, im unteren Foto zu sehen, ist eine Collage von Zeitungsausschnitten und Zitaten über Deep Purple. Sachen wie: ‘…Ian Gillan said that he thinks that all the riots around their concerts are basically caused by communist propaganda… ‘ (Disc-Jockey, Radio Prague, in New Musical Express, January 1971)

My gatefold vinyl LP of Who do we think we are (1973) from Deep Purple, with some kind of aerial or satellite photo of a landscape - if someone recognizes it please let me know

Die Band benutzte die Räumlichkeiten zum spielen, aber die Aufnahmetechnik von einem mobilen Studio in einem Lastwagen – das berühmte Rolling Stones Mobile Studio das die Band gemietet hatte. Kritiker machten Who Do We Think We Are (1973) runter. Aber es verkaufte sich gut und hatte den Hit Woman from Tokyo. Starkes Lied, aber unser persönlicher Favorit ist Place in Line, was in etwa Platz in der Warteschlange bedeutet. Das anfangs langsame Lied zeigt dass weniger manchmal mehr ist. Mit einer von Sänger Ian Gillans besten Darbietungen. Und auch ein gutes Beispiel für den musikalischen Kniff, mitten in einem Lied das Tempo zu verdoppeln (ab  2:12). Wenn man das geschickt anstellt, ergibt das einen mitreißenden Effekt. Das Gitarrensolo von Ritchie Blackmore ab 2:38 ist ebenfalls interessant. Anfangs zurückhaltend, geht es ab 3:01 richtig los, bis dann bei 4:06 mit einer letzen melodischen Phrase aus fünf Noten, das Zepter an Jon Lord und sein Hammond-Orgelsolo übergeben wird. Mit Deep Purple spielte Ritchie Blackmore ab den späten 60er Jahren hauptsächlich Fender, und auch Place in Line klingt sehr nach Stratocaster. Später mit seiner Band Rainbow wurde eine weiße Fender Stratocaster, Baujahr 1974, Farbton Olympic white zu seinem Markenzeichen. Wir persönlich mögen Stratocasters lieber mit einem Hals aus hellem Ahorn – aber Ritchie Blackmore ist der Boss und mag lieber ein Griffbrett aus dunklem Palisanderholz.

Inside: Newspaper cuttings about Purple. Stuff like: '...Ian Gillan said that he thinks that all the riots around their concerts are basically caused by communist propaganda… ‘ (Disc-Jockey, Radio Prague, in New Musical Express, January 1971)

Einige weitere Besonderheiten dieser Strat: Der Gitarrenkopf, dem Teil an dem sich die Dreher der Stimmmechaniken befinden, ist größer als heute üblich. Und außerdem benutzt Blackmore nur die zwei äußeren der drei Tonabnehmer, deshalb befindet sich am Platz des mittleren Pickups nur ein dekoratives Cover. Dieses Gitarren-Modell kann man hören und sehen im Live-Video von Temple of the King, ein Lied von Ritchie Blackmore’s Rainbow, das trotz elektrischen Instrumenten im Rockband-Format eigentlich wie ein Folksong aus Herr der Ringe klingt: ”One day in the year of the fox came a time remembered well…”. Der Konzertfilm ist übrigens aus Düsseldorf in der damaligen Philipshalle, heute Mitsubishi Electric Halle. Tja, Namen kommen und gehen, Ritchie Blackmore bleibt. Wer Lust hat, die von ihm signierte Gitarre zu sehen, kann das mit einem Urlaub an der Costa del Sol verbinden. Puerto Banus, der Jachthafen von Marbella, ist sehenswert, mit schönen Geschäften, Cafés und Restaurants. Man muss nicht in der teuren Gegend wohnen um sie zu besuchen. Dort ist das Hard Rock Cafe, das Personal ist freundlich und wir hatten keine Probleme damit, Gitarren-Fotos zu machen.

 

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Wussten Sie schon? Als Deep Purple 1973 von Sänger Ian Gillan und Bassist Roger Glover verlassen wurde, wollte Ritchie Blackmore als neuen Sänger Paul Rodgers von Free. Bassist Glenn Hughes, von der Band Trapeze, sagte in einem Interview dass dies der ausschlaggebende Grund war warum er Deep Purple zusagte. Ein paar Wochen später sagte Paul Rodgers jedoch ab weil er seine eigene Band Bad Company gründen wollte. Blackmore suchte weiter nach einem Sänger mit einer ähnlich tiefen Stimme. Bei den folgenden Proben war David Coverdale der Kandidat dessen Timbre am ähnlichsten war. Zudem klang seine Stimme gut zusammen mit Co-Sänger Glenn Hughes was, gemäß Hughes, den Job für Coverdale besiegelte

Weitere Infos YouTube Clip von Interview mit Ritchie Blackmore in dem er über seine Gitarren spricht. Mit dabei ist seine sympathische Lady Candice Night, die auch Sängerin der Band Blackmore’s Night ist.

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