Drummer's Heaven: A documentary about Gene Krupa, presented by Police drummer Stewart Copeland, featuring interviews with people like ELP drummer Carl Palmer

Presenter Stewart Copeland, der Schlagzeuger von The Police, spricht u. a. mit dem ELP-Drummer Carl Palmer in diesem Doku über den einflussreichen Schlagzeuger Gene Krupa (1909 – 1973). Die BBC-Sendung kann noch für ein paar Tage online gehört werden. Link unten auf der Info-Leiste. Es ist interessant dass zwei Drummer-Ikonen, die zweifellos Fans von Prog und Rock aufhorchen lassen werden, beide einen Schlagzeuger verehren der vorrangig in Genres wie Swing und Jazz spielte. Zu Beginn des Dokus erzählt der Emerson, Lake & Palmer Schlagzeuger, wie er als Kind in Birmingham zusammen mit seinem Vater den Film The Gene Krupa Story (1959) sah. Carl Palmer hatte damals selber gerade zu spielen angefangen und war von Gene Krupa begeistert, ebenso von der Art wie Krupas weißes Schlagzeug (übrigens von der Firma Slingerland, Red,) zu Beginn des Films mit eindrucksvollen Kamerawinkeln und Schatten fotografiert wurde. Als er aus dem Kino herauskam, sagte er seinem Vater: That’s what I want to be, that’s what I want to do. Und dabei blieb er. Wir finden, Jazz-Einflüsse sind in ELP-Stücken wie Eruption vom Album Tarkus unübersehbar, und ähnliches gilt unserer Meinung nach für Police Klassiker wie Walking on the Moon. Aber gehen wir fast ein Jahrhundert in die Vergangenheit zurück, in die 1920er Jahre: Stewart Copeland erklärt, eins der Probleme für Drummer war damals dass die simple Aufnahmetechnik vieles vom Schlagzeug, z. B. die tom-toms und vor allem die bass drum tontechnisch überhaupt nicht verkraften konnte. Schlagzeuger wurden bei Aufnahmen dazu angehalten, eher Perkussionsinstrumente wie wood blocks und vielleicht etwas auf den Becken zu spielen. Aber Gene Krupa, der aus der polnisch-katholischen Gemeinde Chicagos stammte und von Haus aus eigentlich Priester werden sollte, ließ sich etwas einfallen: Er plazierte klangdämpfende Materialen um die bass drum und bat die Aufnahmetechniker, es so zu versuchen. Deshalb gilt Krupa als erster der ein komplettes Schlagzeug auf Schallplatte verewigte. Dieses Claim ist jedoch umstritten, und darauf wird in der Sendung eingegangen. Es wird auch über Drummer gesprochen die Krupa inspirierten, wobei einer der ersten Einflüsse Baby Dodds war, und später Chick Webb eine Rolle spielte. Es werden natürlich auch ein paar Songs gespielt, die wir für Leser die das Programm verpasst haben sollten, per YouTube verlinken. Eine der ersten Bands bei denen Krupa professionell spielte, war 1928 mit einer jungen, hübschen Kontrabassistin die unter dem Namen Thelma Terry and her Playboys tourte. Aber wie man an dieser Aufnahme Starlight And Tulips hört, war Krupas Schlagzeug zu sehr im Hintergrund, und er suchte nach Musik die ihm mehr Energie erlaubte. Das fand er 1928 in New York, mit Musikern wie Eddie Condon und Red Nichols, hier ihr Lied China Boy, das schon einen deutlich lebhafteren Rhythmus hat, mit Grüßen von Gene Krupa. Auf Liedern wie Hello Lola, auf dem Krupa mit dem Tenorsaxofonisten Coleman Hawkins - und übrigens auch Glenn Miller auf Trombone - spielte. Mit Eigenheiten wie den harten rim shots gegen Ende des Lieds, begann sich Gene Krupa von dem typischen Schlagzeugstil der 20er Jahre zu verabschieden und seinen ureigenen Stil zu entwickeln. Soweit eine Zusammenfassung, es folgt unten das Link für die hörenswerte Sendung Gene Krupa: Drumming Man! Teil 1. einer fünfteiligen Serie. Wir werden die folgenden Teile, der nächste am 16. September, zur Info-Leiste hinzufügen wenn sie gesendet werden.

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Info Das BBC-Doku Gene Krupa: Drumming Man. Sendung verpasst? Die Sachen werden gelegentlich wiederholt und wir machen im Blog darauf aufmerksam.

Avenita Kulturmagazin