Suzanne Vega is playing Europe this summer 2015. Above, her album Soltitude Standing (1987) with famous songs like Luka and Tom's Diner. Links below. There are concerts in France, Belgium, Italy, Czech Republic, Norway, England etc.

Die Lady mit Song-Klassikern wie Luka spielt diesen Sommer auch in Frankreich, Belgien etc. Details folgen. Den Stil von Suzanne Vega könnte man auch Folk-Rock oder Folk-Pop nennen. Ihre Stimme und ihre akustische Gitarre sind Mittelpunkt der Musik. Gitarren-Fans könnte interessieren dass sie eine Taylor 514 spielt, hier ein Foto von ihr mit der Gitarre. Die Lieder von Soltitude Standing (1987), links, klingen immer noch gut, haben eine zeitlose Qualität. Vega war nie Superstar, aber sie ist nie verschwunden. Obwohl sie auf ihrer Tour auch Konzerte wie das Isle of Wight Festival spielt, sind Auftritte in in Deutschland, Österreich, Schweiz in kleineren Locations, mit Hunderten eher als Tausenden von Plätzen. Man sollte sich zeitig um Tickets kümmern. Es folgen Infos, Musiktipps & Stories über Lieder. Obiges Album Soltitude Standing war ihr größter Erfolg. Soltitude bedeutet Einsamkeit. Wir versuchten das im Foto zu reflektieren, wenn auch eine Einsamkeit die nicht unbedingt traurig ist sondern einfach…allein. Suzanne Vega sagte in einem Interview dass Soltitude für sie damals der Name einer fiktiven Figur oder von einem Alterego war mit dem sie sich identifizierte: ‘Solitude stands by the window, she turns her head as I walk in the room…’ heißt es im Titellied des Albums. Suzanne Vega scheint auch in der Rolle von Soltiude zu sein als sie im Video für Tom’s Diner am Fenster steht und die Welt beobachtet. Die Beobachterin bekommt vieles mit, ist aber selber nie ein Teil davon. Das Lied war ursprünglich a cappella, also nur Stimme ohne instrumentale Begleitung. Bizarrerweise wurde Suzanne Vega dadurch zum Versuchsobjekt eines deutschen Wissenschaftlers. Der Elektrotechniker Karlheinz Brandenburg benutzte das Lied  weil es sich, ohne die in moderner Musik übliche Menge von Halleffekten, gut dazu eignete, den Klang des damals in Entwicklung befindlichen MP3-Kompressionsprinzip zu testen. Nach dem Motto: Wenn diese zarte, natürliche Stimme mit MP3-Kompression noch gut klingt, dann klingt alles andere auch gut. Naja…als Fans von Vinyl-LPs werden wir unsere Meinung über den Klang von MP3 einfach mal für uns behalten. Mal ganz abgesehen davon dass man MP3 nicht fotografieren kann. Aber wir gönnen Brandenburg, und indirekt Suzanne Vega, ihren Status als Begründer dieser Technik.

Die andere Story über das Lied Tom’s Diner ist dass es von einer Band namens DNA als Sample für einen Hip-Hop Track benutzt wurde, gut ankam und später auch als jazzige Hip-Hop-Version von Suzanne Vega veröffentlicht wurde. Diese Version war ebenfalls ein Hit. Das Lied bezieht sich auf einen echtes Lokal namens Tom’s Restaurant, hier ein Foto, das Vega damals in New York frequentierte. Kultig. Dennoch finden wir ein anderes Lied von diesem Album noch eindrucksvoller. In Luka geht es um ein in der Popmusik ungewöhnliches Thema, nämlich um die Situation misshandelter Kinder, in diesem Fall um Kinder die gewohnheitsmäßig geschlagen werden und dies nach außen hin verschweigen. Sogar ihre Eltern decken indem sie zum Beispiel blaue Flecken damit erklären dass sie aus Versehen gegen eine Tür gelaufen sind. Daher die Textstelle ”I walked into the door again, if you ask that’s what I’ll say” im Lied. In einem Interview sagte Vega dass sie aufgrund dieses Liedes Tausende von Briefen erhielt in denen Leute ihr beschrieben wie sie als Kinder misshandelt wurden. Frage: Kannte sie wirklich einen Jungen der ein Stockwerk über ihr wohnte und ihren Fragen über seine Verletzungen auswich? Antwort: Suzanne Vega lebte in New York tatsächlich mal in einem Gebäude in dem sie öfters einem 9-jährigen Jungen namens Luka begegnete. Sie wusste nichts Genaues über ihn aber nahm ihn als Figur für das Lied. Ein künstlerisches Stilmittel das oft für Romane, Filme und Lieder verwendet wird und sinnvoll ist wenn man relevante Themen künstlerisch verarbeiten will. Dass es Kinder gibt die misshandelt werden ist ja eine Tatsache. Suzanne Vega dachte zu diesem Zeitpunkt nicht daran dass der Song berühmt werde würde und Leute seine genauen Hintergründe wissen wollten. Der echte Luka war kein misshandeltes Kind. Aber als die Story Jahre später von Vega in Interviews erwähnt wurde, hörte der mittlerweile zum Teenager gewordene Luka davon und besuchte die Musikerin. Er brachte seine neue Freundin mit und bat Vega darum, zu bestätigen dass er der Junge war der das Lied Luka inspirierte. Was die Liederschreiberin gerne tat – und was der Junge benutzte um seine Freundin zu beeindrucken. Es tut bei so einem traurigen Thema gut, eine humorvolle Anekdote zu haben. Scheinbar widersprüchlich ist auch die Tatsache dass das Lied Luka, siehe Video auf YouTube, von der Musik her sehr schön ist. Aber es ist ein Kennzeichen von Kunst, dass Menschen aus traurigen Situationen oftmals etwas erschaffen das einen Hoffnungsschimmer eher als ein völlige Resignation ausdrückt.

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Konzerte in Deutschland  Suzannne Vega spielt nur zwei Konzerte in Deutschland, am 1. Juli 2015 im Kulturzentrum Modernes Bremen, in der Bremer Neustadt. Das einzige andere deutsche Konzert ist am 2. Juli in Frankfurt am Main, im Kulturzentrum Batschkapp, ein legendärer Club mit eigenem Wiki-Eintrag.

Konzert in der Schweiz  Am 5. Juli in Zürich, im Konzert- und Veranstaltungslokal namens Bogen F.

Konzert in Österreich  Am 6. Juli in der Stadt Dornbirn, im Club Conrad Sohm, siehe Wiki-Eintrag

Frankreich, Belgien u.v.a. Siehe offizielle Website www.suzannevega.com 

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