Summer solstice is at the door and we look at the National Geographic DVD 'Stonehenge Decoded' (2008) about an archaeological project with Prof. Mike Parker Pearson

Heute, in der Nacht von Mittwoch dem 20 Juni, bis zum Sonnenaufgang morgen am Donnerstag den 21 Juni, wird beim Steinkreis von Stonehenge die Sonnenwende gefeiert. Der Ort wird dafür offiziell von der staatlichen Behörde English Heritage geöffnet. Die Sonnenwende ist ein Zeitpunkt der schon seit vielen Jahrtausenden in Europa eine Rolle spielt. Aber erst vor kurzer Zeit, vor ein paar Jahren, haben Wissenschaftler archäologische Entdeckungen gemacht die uns eine genauere Vorstellung davon geben, was bei Stonehenge geschah und was Stonehenge damaligen Menschen bedeutete. Für Leser die an diesen Dingen interessiert sind, gibt es eine DVD die so ziemlich das interessanteste ist das wir zum Thema Stonehenge gesehen haben: Die DVD heißt Das Geheimnis von Stonehenge (2008) und ist von National Geographic. Die deutsche DVD bei Amazon.de hat ein anderes Cover als unsere spanische Ausgabe im obigen Foto, ist aber inhaltlich gleich. Die DVD dokumentiert umfangreiche Ausgrabungen vor Ort bei Stonehenge und in seiner Umgebung bei denen, unter Leitung von Prof. Mike Parker Pearson, Hunderte von Mitarbeitern beteiligt waren. Die Entdeckungen sind so spektakulär und weitreichend in ihren Folgerungen dass es schwer ist, ihnen in einem Blogpost gerecht zu werden. Wir versuchen eine Zusammenfassung: Es geht u. a. um eine bis dato völlig unbekannte prähistorische Stadt die sich in der Nähe von Stonehenge befand und Tausende von Menschen beherbergte. Die Leute lebten dort nicht das ganze Jahr herum, sondern kamen zu spezifischen Zeiten in denen sie gemeinsam an dem Stonehenge-Monument arbeiteten und dort auch an Kulten teilnahmen. Dabei ging es nicht nur um Stonehenge selber. Der Steinkreis war Teil eines Komplexes der neben Stonehenge auch den Fluss Avon, einen kilometerlangen Verbindungsweg und auch ein anderes riesiges Monument einbezog das Stonehenge von den Proportionen sehr ähnlich war. Allerdings aus Holz gebaut, und nicht aus Stein. Das steinerne und das hölzerne Monument existierten in einer Symbiose: ersteres verkörperte  das Reich der Toten. Das zweite, das Reich der Lebenden. Der Fluss, der Pfad und die Sonne spielten dabei die Rolle einer Verbindung zwischen den zwei Reichen. Beide, Fluss und Sonne, spenden Leben und Gedeihen. Wobei der Fluss auch die Asche der meisten Toten aufnahm. Menschen brachten die Überreste ihrer toten Familienmitglieder speziell für diesen Anlass dorthin. Zugang zu Stonehenge war offenbar sehr reglementiert. Außerhalb der Sonnenwendzeiten war das Steinmonument in einer Sperrzone die durch einen kilometerlangen Wall markiert wurde.

Das hölzerne Monument, das mit seiner Vergänglichkeit das Reich der Lebenden verkörperte, war hingegen ein Ort an dem ausgelassene Feste gefeiert wurden, wie Funde belegen. Wir finden es interessant wie im Zusammenspiel der verschiedenen Orte und Monumente ein Kreislauf dargestelt wurde, der sich weitgehend an den Fakten der menschlichen Existenz orientierte: Leben ensteht, gedeiht…und vergeht irgendwann. Wenn dieser Kreislauf in Monumenten und Ritualen verkörpert und zugleich mit Parallelen zum Kreislauf deer Natur dargestellt wurde, war es vermutlich einfacher, mit der Unvermeidlichkeit dieser Dinge umzugehen. Ihnen mit Trauern und Feiern Ausdruck zu verleihen. So weit unser ganz persönliches Fazit. Aber die Fakten, die neusten Funde und Erkenntnisse von Stonehenge werden, unabhängig davon ob wir sie gut zusammengefasst haben, in der DVD Das Geheimnis von Stonehenge (2008) detailliert erklärt und anhand von Funden dokumentiert. Wir wünschen Lesern alles Gute für die zweite Jahreshälfte und viel Glück bei all den Dingen für die Menschen offenbar schon seit Jahrtausenden Wege und Antworten suchen.

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Info Wir können bei YouTube nur diesen 9 min. Clip vom Stonehenge Doku finden, und nur in englischer Originalfassung. Das komplette ca. 90 min. Doku Das Geheimnis von Stonehenge (2008) ist deutschsprachig im Handel erhältlich. / Foto: Spanische Ausgabe der DVD von National Geographic.

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