Kulturmagazin

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Tag: Gedichte

Spielfilm über den Dichter John Keats: Bright Star (2009) von der Regisseurin Jane Campion. Mit Ben Whishaw als Keats, und Abbie Cornish als Fanny. Sehenswert.

Ich habe mir gerade Lamia (1819) von John Keats als BBC-Radioproduktion angehört. Das von griechischen Mythen inspirierte Gedicht in Erzählform wird mit verschiedenen Sprechern und eigens komponierter Musik zu einem spannenden Hörerlebnis. Link folgt gleich am Ende des Blogeintrags. Ich habe mir auch nochmal den Spielfilm Bright Star (2009) über den jung verstorbenen englischen Dichter John Keats angesehen. Der Film ist gut. Nicht nur bringt er einem die Epoche und Persönlichkeit des Dichters näher, sondern es ist auch ein schöner und unterhaltsamer Film. Auf dem Cover meiner er spanischen DVD-Ausgabe (siehe Foto) ist, anders als bei der Amazon-Ausgabe, nicht der Dichter Keats sondern seine Freundin Fanny Brawne, die von Abbie Cornish dargestellt wird. Sie ist der ’Leuchtende Stern’ im Leben des Dichters, und im Titel des Films. Ich schätze, Bright Star (2009) wird Fans von den Brontë-Schwestern, deren Lebzeiten sich mehr oder weniger mit John Keats’ (1795-1821) überschneiden, gut gefallen. Das Gedicht Lamia beruht auf der griechischen Mythologie von einer Frau die in ein Schlangenwesen verwandelt wurde. Gott Hermes gibt ihr die menschliche Gestalt zurück, woraufhin sie sich den schönen Jüngling Lycius angelt. Aber der Philosoph Apollonius macht ihr einen Strich durch die Rechnung.

Die Schlange fühlte tiefe Seligkeit,
Als warm und bebend seine Worte klangen,
So voll von Glut und Liebe und Verlangen.
Sie hob ihr Zirze-Haupt beglückt empor
Und hauchte selig nah dem Gott ins Ohr:
Ich war ein Weib – lass mich noch einmal haben
Die Weibgestalt und Weibes Reiz und Gaben
(Passage aus dem Gedicht ‘Lamia’, 1820)

William Hiltons Gemälde von John Keats. Und ein Buch vom Penguin Verlag mit einigen seiner berühmtesten Gedichte: Lamia, Isabella, The Eve of St Agnes und andere

Anhand dieses Trailers kam der biografische Spielfilm über Keats in Deutschland als Bright Star. Meine Liebe. Ewig (2009) in die Kinos. Auf DVD hat der Film jetzt den etwas klischeehaften Untertitel Die erste Liebe strahlt am hellsten. Und auch ein etwas klischeehaftes Cover. Aber wenn das dem Film der neuseeländischen Regisseurin Jane Campion mehr Aufmerksamkeit gibt, habe ich keine Einwände. Mir gefällt es, wie man im englischen Sprachraum dafür sorgt dass Dichter ein Teil der Kultur und sogar Popkultur bleiben. Schön, wenn’s in anderen Ländern auch so wäre. Im Film wird Dichtung, zusammen mit Musik und umwerfend gut aussehenden Schauspielern als etwas spannendes und ultra-romantisches dargestellt. Ja, gelegentlich brauch man sogar eine Packung Tempo-Taschentücher, wie hier als Abbie Cornish das Titelgedicht Bright Star auf recht emotionale Weise zum Besten gibt. Hier der Text. Ach, muss Liebe schön sein. Auch die nachfolgende BBC Radioproduktion von Lamia ist hörenswert. Man kann hilfreicherweise dazu auch das umfangreiche Gedicht Lamia von John Keats, das im Hörspiel fast komplett dargeboten wird, online mitlesen.

 

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John Keats: Das Gedicht ‘Lamia’ als Hörspiel online Das BBC-Hörspiel Lamia. Mit Jonathan Keeble (als Hermes/Apollonius), Charlotte Emmerson (als Lamia), Tom Ferguson (als Lycius), Paterson Joseph (Erzähler), Sarah Leonard (Gesang), John Harle (Komposition, Musik), Susan Roberts (Regie) Produktion von 2010

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Poem by Christina Rossetti, music by Holst, played by folk musician Bert Jansch. We wish readers a happy Christmas

Eins unserer Lieblingsweihnachtslieder basiert auf einem Gedicht der Engländerin Christina Rossetti (1830-1894). Es heißt In The Bleak Midwinter. Nach ihrem Tod schrieb der Komponist Gustav Holst Musik dazu. Das Lied scheint in Deutschland kaum bekannt zu sein, im englischen Sprachraum dagegen sehr. Es gibt viele Versionen davon –  die meisten davon sind schön denn Melodie und Worte sind nicht kaputt zu kriegen. Wir mögen wir die Fassung des britischen Folkmusikers Bert Jansch (1943-2011). Sein typisches Understatement, nur gezupfte Gitarre und schüchterner Gesang, passt perfekt. Es folgt ein YouTube-Clip von dem Lied und der Text. Er singt die zwei wichtigsten der fünf Strophen des Gedichts
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