Ouch! I won't say anything about this cover of Stephen King's novel 'Misery' (1987). Rob Reiner's 1990 movie adaptation with Kathy Bates and James Caan was excellent. There's also a pretty good German radio dramatisation online. Link below

Gutes Hörspiel nach Stephen King vom Jahr 1994 online. Koproduktion vom SDR und Radio Bremen. Link folgt am Ende des Blogposts. Die Romanvorlage Misery (1987) wurde auf Deutsch als ‘Sie‘ veröffentlicht. Rob Reiners erfolgreiche Romanverfilmung erschien in Deutschland dann wieder unter dem Originaltitel Misery (1990), ebenso das Hörspiel. Die Namensänderung war, wie so oft im deutschen Medienbetrieb, unnötig denn Misery ist der Name einer Romanfigur. Die Geschichte handelt von einem Schriftsteller namens Paul Sheldon. Er verdient gutes Geld mit klischeehaften Romanen um eine viktorianische Lady namens Misery Chastain. Aber er hat mittlerweile genug von Misery. Er will die Romanfigur sterben lassen und dann mit einer völlig neuen, moderneren Romanreihe beginnen. Er feiert den Neustart mit ein paar Drinks…und einer Autofahrt. Er hat einen schweren Unfall und wird bewusstlos und halbtot in der verschneiten Wildnis der Rocky Mountains von einer Frau gefunden die ihn in ihr abgelegenes Haus bringt und einigermaßen gesund pflegt. Er ist allerdings immer noch ans Bett gebunden und kann kaum laufen. Obendrein ist der Autor bei einer Frau gelandet die – Achtung, Pleonasmus ahoi! - ein fanatischer Fan seiner Misery-Romane ist. Als die Frau namens Annie Wilkes herausfindet, dass Sheldon im Begriff ist, die Romanfigur Misery Chastain abzuservieren, wird Annie sehr böse. Der Autor merkt dass die pensionierte Krankenschwester eine Psychopathin ist die schon mehrere Menschen getötet hat.

Es dauerte noch eine lange Zeit, bis es ihm möglich war, die getrocknete Schicht Speichel aufzubrechen, die seine Lippen zusammenklebte, und zu krächzen: ‘Wo bin ich?’, in Richtung der Frau, die mit einem Buch in der Hand neben dem Bett saß. Der Name des Mannes, der das Buch geschrieben hatte, war Paul Sheldon. Er identifizierte ihn ohne Überraschung als seinen eigenen. ‘Sidewinder, Colorado’, sagte sie, als es ihm schließlich möglich war, die Frage zu artikulieren. ‘Mein Name ist Annie Wilkes. Und ich bin … ‘ ‘Ich weiß«, sagte Sheldon. ‘Sie sind mein größter Fan.’ ‘Jawohl’, sagte sie lächelnd. ‘Ganz genau das bin ich.’ (Gekürzte Romanpassage)

Got a good special edition DVD of Misery (1990). Extras: the documentary 'Misery Loves Company' and audio commentary by director Rob Reiner and screen writer William Goldman

Die Krankenschwester ist aber auch der größte Fan von der ‘tapferen und wunderschönen Frau‘ namens Misery Chastain, und sie zwingt den geplagten Autor dazu, ein weiteres Buch über Misery zu schreiben. Dabei wendet Wilkes zunehmend brutalere Methoden an – die ich hier lieber unerwähnt lasse, beziehungsweise Ihrer Fantasie überlasse. Wer sich das antun will, kann die Filmszene auschecken, bei der bizarrerweise Beethovens Mondscheinsonate (siehe Clip) im Hintergrund spielt. Wobei die Szene im Roman noch schlimmer als im Film ist. Ich vermute, dass Autoren wie Stephen King, ebenso wie berühmte Rock- und Filmstars, eigene Erfahrungen haben, mit Fans die auf angsteinflößende Art auf sie oder ihre Werke fixiert sind. Es gibt bekannterweise tatsächlich Stalker die nicht vor Gewalt und Psychoterror zurückschrecken. Aber Stephen King erwähnte in Interviews noch eine weitere Interpretation der ominösen Krankenschwester, nämlich als Allegorie für seine seine damalige Alkoholsucht die ihn in den 80er Jahren quasi gefangen hielt. Was immer der genaue Ursprung dieser Geschichte ist, ich wünsche spannende Unterhaltung beim Hörspiel.

 

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Stephen King: ‘Misery’ als Hörspiel vom Süddeutschen Rundfunk online Das SDR-Hörspiel mit Werner Rehm (als Schriftsteller Paul Sheldon), Brigitte Janner (als Krankenschwester Annie Wilkes). Bühnenfassung: Simon Moore. Übersetzung: Frank Küster. Ton und Technik: Rolf Knapp & Renate Tiffert. Bearbeitung & Regie: Walter Adler. Produktion: Süddeutscher Rundfunk / Radio Bremen 1994. Spieldauer: ca. 55 Min.

Zitat aus dem Roman Der Sammler (1963) in Misery Stephen King zitiert The Collector von John Fowles: ‘Ich versuche seit einer halben Stunde zu schlafen, aber es geht nicht. Das Schreiben ist eine Art Droge. Es ist das Einzige, worauf ich mich freue…’. Misery (1987) hat etwas Ähnlichkeit mit der Entführungsgeschichte Der Sammler (1963). Sheldon überlegt sogar, Wilkes zu fragen, ob sie die Story kennt. Entscheidet dagegen.

Wussten Sie schon? Auf die Frage, welche drei seiner Romane ihm am meisten bedeuteten, antwortete Stephen King: Misery (1987), The Stand (1978) und Lisey’s Story – deutscher Titel Love (2006)

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