We'd like to think Jim Marshall (1923 - 2012), the man who brought us Marshall amplifiers, is up there with Leo Fender and Les Paul, looking after the illustrious rockband in the sky

Marshall ist eine Marke die so gut wie jeder Musik-Freak kennt und wir waren etwas überrascht, wie wenig über Jim Marshall im deutschen MSM zu lesen war. Neben Les Paul, dem Vater des gleichnamigen Gitarrenklassikers von Gibson (siehe Foto) und Leo Fender, dem Entwickler der Stratocaster E-Gitarre, haben für uns eigentlich nur die amps, also Gitarrenverstärker von Marshall einen ähnlich ikonischen Status. Ikonisch bedeutet in diesem Fall, dass es mehr ist als einfach nur gutes Gitarren-Equipment, denn gute Verstärker und Lautsprecherboxen gibt es von vielen Marken. Ja, Marshall hat einen starken, fetzigen Klang, aber wenn man damit spielt, ist man sich zusätzlich bewusst dass auf so einem oder sehr ähnlichen Amp, Eric Clapton, Gary Moore und viele andere gespielt haben. Ebenso wie man den Namen Marshall auf Woodstock, Isle of Wight und anderen Filmen von berühmten Rockfestivals sehen kann. Ist das nur cleveres Marketing oder Product Placement? Unserer Erfahrung nach, beruht der Status von Marken meist auf handfesten Gründen und ist kein Zufall. Im Fall des Elektrotechnikers Jim Marshall ist bekannt – und wird in vielen Anekdoten berichtet – dass er Musikern gegenüber immer sehr persönlich engagiert war, sich für ihre Wünsche und Vorschläge interessierte und immer weiter schraubte, austauschte und verbesserte – bis der Kunde zufrieden, bzw. im siebten Himmel war. Ach, wenn nur die gesamte Wirtschaft so funktionieren würde! Einer von Jim Marshalls Equipment-Klassikern ist der sog. Bluesbreaker Verstärker, benannt nach dem Album mit EricClapton. Im Foto links oben ist ein Reissue-Model, aber Modelle aus den 60er Jahren sind Sammlerstückedie heute Preise bis um die 10.000 Euro erreichen können. Qualität – und der damit verbundene Markenstatus – ist halt immer eine gute Investition. Der Bluesbreaker Verstärker entstand als Eric Clapton in Jim Marshalls Laden kam und ihn bat, einen Amp zu bauen der in den Kofferaum seines Autos passen würde. Diese Art von Amps nennt man heute Kofferverstärker oder Combo, weil darin die Lautsprecher und Verstärker kombiniert sind, und nicht separat. Clapton wollte einen Amp den er bei Konzerten und Studioaufnahmen immer und ohne viel Aufwand parat haben konnte. Der Bluesbreaker Amp hatte, mit nur 35 Watt, zudem dien Vorteil dass man selbst bei relativ geringer Lautstärke den fetzigen, leicht verzerrten Klang bekam den Gitarristen bei Solos mögen. Wer den Klang hören will, sollte das Lied All Your Love von Clapton & John Mayalls Blues Breakers auschecken. Die Les Paul Gitarre mit dem Bluesbreaker Amp klingt hier besser als die Polizei erlaubt. Das hat viel mit Eric Clapton zu tun. Aber auch etwas mit Jim Marshall (1923 – 2012), der jetzt sicherlich die grandiose Rockband betreut die oben über den Wolken spielt.

Ads by Google

 

YouTube-Tipp  für Amp & Gitarren-Freaks: Besuch bei der Marshall Fabrik in Milton Keynes

Avenita Kulturmagazin