It's the birthday of Shirley Collins. She's 79 today and a key figure in folk music. She made research trips with Alan Lomax and recorded with people like Davy Graham and the Albion Band. Today we choose one of her solo recordings, just a five-string banjo and her beautiful voice. Check the clip

Es ist der Geburtstag der Musikerin Shirley Collins die heute 79 wird. Sie ist eine der Schlüsselfiguren der englischen Folk Musik, arbeitete mit Leuten wie Alan Lomax, Davy Graham, Albion Band. Das Bild links beruht auf einem Foto auf dem sie mit ihrem fünfsaitigen Banjo zu sehen ist. Dieses Instrument ist auch ihre einzige Begleitung bei folgendem alten Folk Song über einen Schmied.

A Blacksmith Courted Me

A blacksmith courted me, nine months or better.
And he who gained my heart wrote me a letter.
A Hammer in his hand strikes blows so clever
And if I was with my love, I’d live forever.
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He talks of going abroad, fighting for strangers,
But he’ll stay at home with me free from dangers
I’m afraid the broiling sun might spoil his beauty,
And if I was with my love, I’d do love’s duty.
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For when I had gold in store, you did invite me;
But now I’m low and poor, you mean to slight me.
For there is no trusting men, not my own brother,
And it’s girls, if you would love, love one each other.
.
But dry off your brandy tears, and leave off weeping,
For it’s happy we shall be at our next meeting.
.

Der Titel bedeutet Ein Schmied warb um mich. Das Wort blacksmith stammt daher dass Eisen früher blackmetal genannt wurde. Das Lied ist von der Melodie und vom Gesang her sehr schön. Auch wenn das Fazit ist dass Frauen besser mit der Freundschaft von Frauen bedient sind – weil man Männern nicht trauen kann. Nun ja, nach unserem Dafürhalten gibt es Ausnahmen die die Regel bestätigen. Aber dass sich um die Figur des Schmieds Lieder und Legenden ranken, ist nachvollziehbar wenn man bedenkt dass dieser Beruf vor der industriellen Revolution der Mittelpunkt von jedem Dorf war.

The blacksmith's profession has mythological connotations. Probably reflecting the importance of the development of metal tools and weapons in the history of mankind. The tools of the trade are interesting as well. The pointy end of the anvil is called bick and used for horse shoes and chain links

Aus der Schmiede kamen landwirtschaftliche Geräte für Bauern, z. b. Pflüge. Und für Pferde, einst das Haupttransportmittel, machten Schmiede Hufeisen und anderes Zubehör. Zu manchen Zeiten produzierten sie Kriegsgeräte wie Rüstungen und Schwerter. Besonders diese Arbeit hatte, um so weiter man in der Menschheitsgeschichte zurückgeht, mythische Proportionen. Man denke an Sagenfiguren wie Wieland den Schmied der Schwerter für fast  unbesiegbare Helden machte. Als Menschen vor Tausenden von Jahren erstmals lernten mit Metallen wie Kupfer, Bronze und Eisen zu arbeiten, müssen diese Vorgänge wie Magie gewirkt haben. Magie die den Besitzern von neuartigen Waffen zudem die Macht verlieh, siegreich aus Kämpfen hervorzugehen und Reichtümer anzuhäufen. Mythen deuten darauf hin dass Schmiede einst den Status einer Priesterkaste hatten. Es ist vielleicht kein Zufall dass ein Ort mit religiösen Konnotationen, wie das Hügelgrab Wayland’s Smithy in England, nach einem Schmied benannt ist. Fest steht, dass Schmiede zu den ersten Ständen gehörten die zu selbstständigen Geschäftsmännern wurden. Sie arbeiteten nicht für einen Stundenlohn sondern für einen Stückpreis. Aber die zentrale Stellung des Schmieds änderte sich im 19. Jahrhundert, als Fabriken Handarbeit ersetzten, und im 20. Jahrhundert als Pferde durch Fahrzeuge wie Traktoren und Autos ersetzt wurden. Schmieden sind heute kaum noch zu finden. Sie verschwanden oder wandelten sich. Falls Leser in ihrem Umkreis eine alteingesessene Autowerkstatt kennen, lohnt es sich nachzufragen ob der Großvater oder Urgroßvater ein Schmied war. Dies ist, in Form von Schmidt, einer der häufigsten Nachnamen in Deutschland. Dass es Lieder und Legenden über diesen Beruf gibt, wird den einen oder anderen Namensträger sicher erfreuen.

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Weitere Infos  Wiki-Artikel über Shirley Collins / Musik  Obiges Lied findet man auf dem Best Of Album Shirley Collins: The Classic Collection (2006) mit 20 Liedern  Buchtipp  Die Memoiren America over the Water (2004) in denen Collins über ihre Liedersammel-Expedition mit Musikforscher Alan Lomax schreibt

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