Wir können es gut verstehen wenn Andalusien-Besucher aus dem kühlen Norden als erstes an den Strand wollen um Sonne zu tanken, vielleicht auch etwas Sangria – die Engländer haben hier ja diesen Spruch über die obligatorischen Drei S in Spanien. Was das dritte S ist, wollte man uns nicht verraten, aber wir vermuten mal es sind Sprachkurse. Wenn man an der Costa lebt, ist man ist im Laufe der Zeit eher geneigt, am Wochenende mal landeinwärts zu fahren. Der Berg La Concha der von überall aus sichtbar über der Stadt Marbella ragt, ist nicht mal weit vom Meer entfernt, vielleicht zwei Kilometer. Wir lieben diesen Berg, der in echt enigmatischer aussieht als wir es auf unserem obigen Foto hinkriegen. Wir waren natürlich schon ein paar mal oben. Am Anfang nahmen wir den wenig empfehlenswerten Weg geradeaus hoch. Wir dachten es wären 2 Stunden aber brauchten – vielleicht weil wir nicht Reinhold Messner heißen – mehr als doppelt so lange, obwohl das Ding nur um die 800 Meter hoch ist. Sollte man nicht im Sommer machen, unser Wasser war schon nach einer Stunde alle. Viel besser – und zudem völlig familientauglich – ist es, die Spitze über den Bergkamm, rechts im Bild, zu erreichen. Starten Sie dazu am besten von dem Marbella-Einkaufszentrum namens Cañada aus. Fahren Sie von dort in Richtung des Bergdorfs Ojén die Straße hoch (ca.15 Min.) und halten Sie auf Ihrer linken Seite Ausschau nach dem Schild Refugio de Junar. Dort abbiegen und weiter hoch in die Berge fahren (vielleicht nochmal 15 Min.) bis es nicht mehr weitergeht.

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Dort oben ist, von vielen Kastanienbäumen umgeben, ein älteres aber ganz nettes kleines Hotel & Restaurant. Nach dem Weg zur Bergspitze von La Concha (der Name bedeutet Die Muschel wegen der markanten Aushöhlung nahe der Spitze) kann man hier jeden fragen, aber es ist sogar ausgeschildert und großteils ein sehr gut begehbarer Weg. Von hier aus zu Fuß sind es ca. zwei Stunden Spaziergang durch Berglandschaften mit Olivenhainen und auch erstaunlich vielen Laubbäumen für hiesige Verhältnisse. Es ist idyllisch. Und sagen Sie jetzt nicht, Sie würden lieber auf einen von diesen englischen Sprachkursen gehen!

Avenita Kulturmagazin